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Nathalie von Siebenthal läuft bei den Weltmeisterschaften in Lahti über 30 km Skating in den 11. Rang - eine leise Enttäuschung.

Nach einem engagierten Rennen fiel die Berner Oberländerin 5 km vor dem Ziel aus der Zehner-Spitzengruppe und kämpfte sich ins Ziel. Den Top-Ten-Platz schnappte ihr auf der Zielgeraden noch die Russin Julia Tschekalewa weg.

Die Favoritin Marit Björgen setzte sich beim Vierfachsieg der Norwegerinnen vor Heidi Weng, Astrid Uhrenholdt Jacobsen und Ragnhild Haga durch. Björgen gewann ihre 18. WM-Goldmedaille und die 26. WM-Medaille insgesamt. Die Norwegerinnen gewannen als erste Nation alle sechs Langlauf-Goldmedaillen an Weltmeisterschaften. Die Schwedin Charlotte Kalla hätte wohl die norwegische Phalanx durchbrochen. Sie wurde aber in der entscheidenden Phase durch ein Stockbruch ihrer Medaillenchancen beraubt.

Bei Halbzeit hielten noch 12 Läuferin das Tempo der bald 37-jährigen Björgen. Wenig später waren es noch deren 9. Von Siebenthal bekundete eher in der Fläche und in der Abfahrt Mühe. In den Anstiegen fand sie immer rasch wieder den Anschluss. Bei km 18 lancierte sie sogar einen ersten Angriff.

Auf den letzten 10 km lief die Berner Oberländerin in der Zehner-Gruppe zunächst sehr geschickt. In den Anstiegen fühlte sie ihren Gegnerinnen den Puls und nahm dann auf der Fläche etwas Tempo raus. "Ich wollte das Feld sprengen, weil ich spürte, das Marit nicht vollgas lief", sagte von Siebenthal. "Die Strecke war nicht sehr hart und hat deshalb in den Anstiegen nicht wie erwartet selektioniert. Es fühlte sich gar nicht wie ein Dreissiger an." Der erwartete Angriff von Björgen blieb aber vorerst aus.

Als Björgens Flucht doch noch erfolgte, war Von Siebenthal nicht mehr in Position. Offenbar hatte sich die 23-Jährige übernommen. Nach km 25 war sie auf einen Schlag völlig leer und fiel kampflos aus der Gruppe. Alleine musste sie sich ins Ziel retten.

SDA-ATS

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