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Alex Miescher hatte nach der Doppelbürger-Affäre einen schweren Stand im Schweizer Nationalteam. Nun zieht er die Konsequenzen, und tritt von seinem Posten als Generalsekretär des SFV zurück.

Über neun Jahre stand Miescher als Generalsekretär im Dienst des Schweizerischen Fussballverbandes. Am Freitag endete die langjährige Zusammenarbeit im Rücktritt des Solothurner FDP-Lokalpolitikers. Innerhalb weniger Wochen hatte sich Miescher durch fragwürdige Aussagen und ungeschickte Kommunikation in eine Position manövriert, in der ihm letztlich nur noch der Rücktritt als Möglichkeit blieb.

Nach dem Ausscheiden des Schweizer Nationalteams im Achtelfinal der WM in Russland gegen Schweden stiess der ehemalige Spitzenschwimmer Miescher eine Debatte über Doppelbürger an. In einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" meinte Miescher, die Schweiz müsse sich fragen, ob sie Doppelbürger in der Nationalmannschaft verbieten wolle. Der Verband könne sagen, dass die Türen in die Förderprogramme nur jenen Nachwuchsspielern offenstünden, die auf eine Doppelstaatsbürgerschaft verzichteten, schlug Miescher vor.

Aussagen, die in der Öffentlichkeit kritisch beäugt wurden und im Umfeld der nationalen Auswahl für noch grössere atmosphärische Störungen sorgten, als die Affäre um den Doppeladler-Jubel wenige Tage davor. Bereits in Russland waren erste Risse im Gefüge der Nationalmannschaft erkennbar. So waren Miescher und der Anfang Woche zurückgetretene Valon Behrami bereits an der Weltmeisterschaft aneinander geraten.

Miescher gesteht Fehler ein

Im Communiqué zu seinem Rückzug gab Miescher denn auch Fehler zu. In den letzten vier Wochen seiner langjährigen Tätigkeit habe es Missverständnisse und auch Kommunikationspannen gegeben. Dennoch gehe er "mit dem Gefühl der Dankbarkeit". Er habe neun Jahre das Privileg gehabt, alle faszinierenden Facetten des Fussballs zu erleben.

Unter anderem nahm die Schweiz unter Generalsekretär Miescher an drei Weltmeisterschaften sowie einer EM-Endrunde teil. SFV-Präsident Peter Gilliéron bedauert den Rücktritt seines Nachfolgers als Generalsekretär. Er könne ihn aber verstehen, liess sich Gilliéron im Communiqué des Verbandes zitieren. Auf Miescher folgt nun dessen Stellvertreter Robert Breiter.

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SDA-ATS