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Das mit Gold verzierte Kreuz auf der Kuppel des Bundeshauses während der Renovation 2007. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Konfessionslose sind im Schweizer Parlament gemessen an der Gesamtbevölkerung untervertreten, Muslime gibt es gar keine. Der Nationalrat ist von Reformierten dominiert, der Ständerat fest in katholischer Hand, wie aus einer Parlamentarier-Umfrage hervorgeht.

Im Nationalrat haben die Reformierten, die den Bundesstaat bei seiner Gründung 1848 prägten, noch immer das Sagen, wie aus der am Dienstag von der "Neuen Zürcher Zeitung" publizierten Umfrage hervorgeht. Sie besetzen 83 der 200 Sitze, also 41,5 Prozent. Sie sind damit deutlich übervertreten, denn in der Gesamtbevölkerung stellen sie laut dem Bundesamt für Statistik nur noch 24,9 Prozent.

Die Reformierten würden tendenziell eine höhere Wahlbeteiligung erreichen als die Katholiken. Mitverantwortlich für die starke reformierte Präsenz seien zudem die vier kleinen Parteien Grüne, GLP, BDP und EVP.

Im Ständerat hingegen gibt es eine katholische Mehrheit. Diese beträgt gemäss der Umfrage 58,7 Prozent gegenüber nur 37,3 in der Gesamtbevölkerung. In der kleinen Kammer sind demnach die katholisch geprägten Kleinkantone stark vertreten.

Die Konfessionslosen stellen einen Viertel der Bevölkerung dar. Unter der Bundeshauskuppel machen die aus der Kirche Ausgetretenen aber nur rund 13 Prozent aus. Die kleine Minderheit findet sich der Auswertung zufolge vor allem auf der linken Seite.

Muslime stellen mittlerweile fünf Prozent der Bevölkerung. Doch islamische Parlamentarier gibt es bis jetzt keinen einzigen. Auch die evangelischen Freikirchen sind in Bundesbern laut "NZZ" unterrepräsentiert.

Die konfessionelle Zusammensetzung des Parlaments ist aus keinem offiziellen Dokument ersichtlich. Bei der Umfrage der "NZZ" antworteten 189 National- und 42 Ständeräte.

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