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NATO-Angriff nahe Gaddafi-Anwesen in Tripolis

NATO-Kampfflugzeuge haben am Donnerstag Ziele in der Nähe eines Anwesens des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi in Tripolis beschossen. Dabei waren im Zentrum der Hauptstadt laute Explosionen zu hören und aufsteigender Rauch zu sehen.

Es war zunächst nicht klar, was genau getroffen wurde. Auch Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Regierungsvertreter nahmen keine Stellung zu den Angriffen.

Angesichts der schweren Kämpfe in Libyen suchen Regierungssoldaten offenbar immer häufiger Zuflucht im benachbarten Tunesien. Wie die amtliche tunesische Nachrichtenagentur TAP am Donnerstag berichtete, legte in der Hafenstadt al-Ketef am Vortag ein Schiff mit 19 Armee-Angehörigen an, darunter auch Offiziere.

In den Tagen zuvor waren bereits rund 30 Soldaten auf dem Seeweg in Tunesien eingetroffen. In den Berichten gab es allerdings keine Angaben dazu, ob sich die Soldaten von Gaddafi losgesagt haben.

Ein tunesischer Verteidigungsvertreter hatte am Dienstag jedoch gesagt, dass zahlreiche Armee-Angehörige übergelaufen seien. In dem Nachbarland treffen Monate nach dem Beginn der Kämpfe in Libyen immer noch regelmässig Flüchtlinge ein.

Russischer Gesandter zu Gesprächen in Tripolis

Nach Angaben russischer Medien ist der Kreml-Gesandte Michail Margelow zu Gesprächen nach Tripolis gereist. Wie die Nachrichtenagentur ITAR-Tass berichtete, traf Margelow am Donnerstag den libyschen Aussenminister Abdul Ati al-Obeidi. Ein weiteres Treffen sei mit Ministerpräsident Al Baghdadi Ali al-Mahmudi geplant, hiess es.

Vergangene Woche war der Gesandte aus Moskau bereits in die libysche Rebellenhochburg Bengasi gereist. Dort hatte er erklärt, Machthaber Muammar al-Gaddafi habe seine Legitimität verloren. Zugleich sagte er jedoch, die Luftangriffe der NATO seien keine Lösung für den gewaltsamen Konflikt in dem nordafrikanischen Land.

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