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NATO bombardiert Militärkomplex Gaddafis in Tripolis

Mit neuen Luftangriffen auf Tripolis hat die NATO Gebäude einer Residenz des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi in Schutt und Asche gelegt. Dabei wurden nach offiziellen libyschen Angaben 15 Menschen schwer verletzt. Ein Regierungssprecher verurteilte den Angriff am Montag als Versuch, Gaddafi zu töten.

Gebäude der Militär- und Residenzanlage Bab al-Asisija in Tripolis wurden von mindestens zwei Raketen getroffen und schwer beschädigt. Bombardiert wurde unter anderem ein repräsentatives Gebäude, in dem Gaddafi kürzlich eine Delegation der Afrikanischen Union empfangen hatte. Unklar blieb, wo sich der libysche Machthaber zum Zeitpunkt des Angriffs aufhielt.

Gaddafis Sohn Saif al-Islam sagte in der Nacht auf Montag während eines Besuchs im Studio des libyschen Staatsfernsehens, die NATO-Militäroperation werde scheitern, denn sein Vater sei umgeben von Millionen von Libyern, die ihn schützen.

Nach lauten Explosionen in Tripolis sei das Programm von drei Fernsehsendern in der Nacht für rund eine halbe Stunde ausgefallen, hiess es beim britischen Sender BBC.

Die nächtlichen Luftangriffe der NATO richteten sich nach Angaben der Allianz gegen ein Kommunikationshauptquartier der libyschen Truppen, das demnach für Angriffe auf die Zivilbevölkerung genutzt wurde.

Misrata weiterhin hart umkämpft

Auch auf Ziele in der umkämpften westlibyschen Stadt Misrata seien am frühen Montagmorgen offensichtlich von NATO-Maschinen Angriffe geflogen worden, sagte ein Arzt dem US-Nachrichtensender CNN. Am Sonntag seien in der Stadt mindestens 16 Menschen getötet und 71 verletzt worden.

Ein Augenzeuge sagte, die Truppen Gaddafis hätten die Stadt unter starken Beschuss genommen. Alle fünf Minuten seien Explosionen zu hören gewesen. Am Sonntag eroberten die Rebellen das grösste Spital der Stadt, das bislang den Regierungstruppen als Stützpunkt gedient hatte. "Die Truppen Gaddafis sind nun in den Vororten von Misrata und setzen Raketenwerfer ein", sagte ein Bewohner.

Italien sagt Beteiligung an Luftangriffen zu

Im Konflikt in Libyen ist Italien zu "gezielten" Luftangriffen bereit. Dies teilte Ministerpräsident Silvio Berlusconi in einer am Montag in Rom veröffentlichten Erklärung mit.

Die italienische Luftwaffe werde sich an Angriffen gegen auf libyschem Territorium aufgeklärte "spezielle militärische Ziele" beteiligen, um zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung beizutragen, hiess es darin.

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