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Dem Fussball gehören in Lettland nur die Nebenschauplätze. Er steht im Schatten der beiden populärsten Sportarten Eishockey und Basketball.

Während die Fussballer in der FIFA-Weltrangliste Platz 131 belegen und im UEFA-Klub-Ranking die Nummer 43 sind, gehören Eishockeyaner und Basketballer zur (erweiterten) europäischen Spitze.

In diesen Tagen ist das Spiel in der WM-Qualifikation gegen die Schweiz bloss ein Randthema. Die Menschen fiebern mit dem Basketball-Nationalteam mit, das an der EM-Endrunde in der Vorrunde engagiert ist und wie 2015 in die Viertelfinals vorstossen will. Oder sie verfolgen den KHL-Klub Dynamo Riga, der am Samstag sein zweites Heimspiel der Saison gegen Dynamo Moskau bestritt - vor kaum weniger Publikum als am Sonntag im Skonto-Stadion gegen die Schweiz erwartet wird.

Lettlands Fussball hat ein Image-Problem

Der Fussball hat ein sportliches Problem und ein angekratztes Image. Da ist das Nationalteam, das zuletzt acht Mal in Serie verloren hat. Und da ist die Meisterschaft, die nach einer Reihe von Konkursen und Zwangsrelegationen aufgrund von Misswirtschaft und Wettspielmanipulation in der höchsten Liga nur noch acht Teams umfasst. Skonto Riga, der Rekordmeister und langjährige Zulieferer an Spielern für die Nationalmannschaft, wurde 2015 zwangsrelegiert und ein Jahr später ganz aufgelöst.

"Mit diesen Problemen ist die Auswahl an guten Spielern noch kleiner geworden. Bei uns ist wirklich jeder Einzelne wichtig", sagte Nationaltrainer Aleksanders Starkovs. Der Verband unterstütze die Klubs beim Aufbau professioneller Juniorenarbeit, so der 62-Jährige. "Jammern nützt nichts. Wir müssen das Beste aus der Situation machen."

Starkovs ist seit wenigen Monaten zum dritten Mal Nationalcoach, nachdem sein Vorgänger Marians Pahars nach einem 0:5 in einem Testspiel gegen Georgien entlassen wurde. In seiner ersten Ära führte Starkovs Lettland 2004 sensationell an die EM-Endrunde nach Portugal. In der zweiten Amtszeit nahm sein Team der Schweiz in der WM-Qualifikation im September 2009 in Riga beim 2:2 Punkte ab.

Von diesem Abend bleiben nicht nur Alex Freis Jubiläumstor und der späte Ausgleich von Eren Derdiyok in Erinnerung, sondern auch, wie sich die VIP-Gäste auf der Tribüne des Skonto-Stadions nicht für das Fussball-Spiel auf dem Rasen interessierten und sich stattdessen vor die TV-Schirme in ihren Logen zurückzogen. Dort wurde nämlich die Champions League der Basketballer gezeigt.

Mögliche Aufstellungen

Lettland - Schweiz

Skonto-Stadion, Riga. - Sonntag, 20.45 Uhr. - SR Gözübüyük (NED).

Lettland: Vanins (FC Zürich/SUI); Kolesovs (FK Ventspils), Gorkss (FC Riga), Maksimenko (Termalica Nieciecza/POL); Savalnieks (FK Rigas Futbola Skola), Indrans (FS Metta), Laizans (FC Riga), Kazacoks (Spartak Jurmala), Solovjovs (FK Rigas Futobola Skola); Ikaunieks (Vysocina Jihlava/CZE), Sabala (Bielsko-Biala/POL). - Absenzen: Freimanis (gesperrt).

Schweiz: Sommer (Borussia Mönchengladbach); Lichtsteiner (Juventus Turin), Schär (La Coruña), Djourou (Antalyaspor), Rodriguez (Milan); Behrami (Udinese), Xhaka (Arsenal); Shaqiri (Stoke City), Dzemaili (Montreal Impact), Mehmedi (Bayer Leverkusen); Seferovic (Benfica Lissabon). - Absenzen: Embolo (rekonvaleszent), Drmic (verletzt).

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SDA-ATS