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Nationalbank-Vizepräsident Fritz Zurbrügg präsentiert in Zürich die neue 200er-Note.

AWP/Johannes Brinkmann

(sda-ats)

Nach der 50er, der 20er und der 10er-Note hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) die 200er-Banknote enthüllt. Der neue Geldschein zeigt als Hauptelement Materie, womit er die wissenschaftliche Seite der Schweiz thematisiert.

Die braune Farbe der alten Note wurde beibehalten. Das Grundelement von Hand und Globus der bisherigen Banknoten der 9. Serie wurde auch auf dem 200er-Schein umgesetzt, den die SNB am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentierte.

Es sei die Hand eines Dozenten, der die drei Koordinatenachsen andeute und so die räumlichen Dimensionen darstelle, in denen sich die Materie ausdehne, sagte SNB-Vizedirektor Fritz Zurbrügg vor den Medien in Zürich. "Auf dem Globus ist die Landmasse während der späten Kreidezeit abgebildet."

Auf der Rückseite sei die freie Illustration eines Teilchendetektors und einer Teilchenkollision zu sehen. "Sie stellen den Bezug zur Forschung in der Schweiz her", sagte Zurbrügg.

Auf dem Sicherheitsstreifen sei eine abstrahierte geologische Karte der Erdzeitalter der Schweiz abgebildet. Zudem sei seine Auflistung einiger Stadien der Entwicklung des Universums dargestellt.

Ab nächstem Mittwoch im Umlauf

Die vierte Banknote der neuen Serie kommt am nächsten Mittwoch in Umlauf. Zuerst ist sie bei der SNB verfügbar und wird dann sukzessive an die Banken und die Post ausgeliefert.

Auf der neuen 200er-Note gibt es wie bei allen Noten der neuen Serie insgesamt 15 Sicherheitsmerkmale. Damit will die Nationalbank ihre neue Notenserie fälschungssicher machen. Nach Ansicht der SNB sind die neuen Noten die sichersten Geldscheine der Welt.

"Wir haben eine innovative Note, um den Vorsprung auf die Fälscher zu halten", sagte SNB-Bargeldchef Beat Grossenbacher am Rande der Veranstaltung im Gespräch mit AWP. Denn die neue Banknotenserie solle 15 bis 20 Jahre im Umlauf bleiben.

Das ist im internationalen Vergleich eine lange Zeit. Beim Euro gibt es jeweils schneller Neuauflagen.

Nur wenige Blüten

Bei den neue Schweizer Banknoten seien die Fälschungszahlen sehr tief, sagte Grossenbacher weiter. Es habe bis jetzt nur wenige Blüten gegeben. Und diese seien einfache Fälschungen gewesen.

Professionelle Fälschungen mit Druckmaschinen seien bisher nicht aufgetaucht. Auch nicht bei der alten Banknotenserie, die jetzt abgelöst werde. Dies sei in anderen Ländern anders.

Die neue Schweizer Banknotenserie ist auch international auf Anerkennung gestossen: Die Zehner-Note war von der Internationalen Banknotengesellschaft (IBNS) zur Banknote des Jahres 2017 gewählt worden. Bereits im Vorjahr hatte die Schweizerische Nationalbank mit der Fünfzigernote den ersten Preis eingeheimst.

Austausch läuft schnell

Im Frühling 2016 hatte die SNB als erste Banknote der neuen Serie die 50er-Note herausgegeben. Als nächste werde im März die 1000er-Note in Umlauf kommen, sagte Zurbrügg. Als letzte werde im Herbst 2019 schliesslich der 100er-Schein, die Note mit der allerhöchsten Auflage, ersetzt werden. Die letzte Serie war zwischen 1995 und 1998 in Umlauf gesetzt worden.

"Wir gehen davon aus, dass nach einem halben Jahr zwei Drittel der Noten ausgetauscht sind", sagte Zurbrügg. Bei der 200er Note seien 56 Millionen Stück im Umlauf. Das entspreche etwa der Grössenordnung der 50er Note, von denen 58 Millionen Scheine zirkulieren. Nur von den 1000er Noten gibt es mit 47 Millionen weniger.

Mit Abstand am meisten Scheine sind von der 100er Banknoten im Umlauf (125 Millionen). Von den 20er Scheinen zirkulieren 86 Millionen Stück. Das "10er-Nötli" kommt auf 76 Millionen. Insgesamt gibt es knapp 450 Millionen Schweizer Banknoten.

Noch 20 Jahre gültig

Voraussichtlich zwei Jahre nach der Einführung aller neuen Banknoten werde die SNB einen Rückruf der 8. Serie starten, sagte Grossenbacher. Dann seien die alten Noten nicht mehr gültig zum Zahlen an der Kasse, könnten aber noch 20 Jahre bei der Nationalbank umgetauscht werden.

Danach verlieren die alten Scheine vollständig ihre Gültigkeit. Allerdings befürwortet die SNB eine Änderung des Währungszahlungsgesetzes. Damit blieben die Banknoten unbeschränkt gültig wie etwa die D-Mark oder der Euro.

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SDA-ATS