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Flugzeuge der ausländischen Allianz haben nach Angaben des libyschen Fernsehens am Montagabend neue Luftangriffe auf die Hauptstadt Tripolis geflogen. In der Stadt war nach Einbruch der Dunkelheit das Feuer von Flugabwehrgeschützen zu hören.

Damit begann die dritte Nacht alliierter Luftangriffe gegen Libyen. Zuvor wurden nach Angaben der US-Truppen bereits zwölf Marschflugkörper auf Luftabwehrstellungen, Kommandozentralen und Abschussbasen in Libyen abgefeuert. Im Rahmen des Militäreinsatzes gegen Gaddafi haben die USA seit Samstag fast 150 Marschflugkörper gegen Ziele in dem nordafrikanischen Land abgefeuert.

Flugverbotszone erweitert

Die Koalitionsstreitkräfte erweiterten nach Angaben von US-Militärs die Flugverbotszone über Libyen. Die Zone, in der keine libyschen Flugzeuge fliegen dürfen, nähere sich damit immer mehr der Hauptstadt Tripolis, erklärte das US African Command in Stuttgart.

Man gehe davon aus, dass die Flugverbotszone schon bald die Städte Brega and Misrata, rund 200 Kilometer östlich von Tripolis, umfasse, sagte General Carter Ham in einer Video-Konferenz am Montag.

Zunächst galt die Zone am Wochenende lediglich für die Rebellenhochburg Bengasi im Osten des Landes. In diesem Gebiet hätten die Einheiten des Gewaltherrschers Muammar al-Gaddafi praktisch keine Möglichkeit mehr zur militärischen Initiative.

Keine US-Beteiligung an Bodenoffensive

Die US-Armee schloss zudem eine Unterstützung für eine mögliche Bodenoffensive der Rebellen in Libyen aus. Die Streitkräfte hielten sich streng an den UNO-Auftrag, mit ihrem Einsatz die Zivilisten in Libyen zu schützen, sagte Ham weiter.

Der derzeitige Verbleib Gaddafis sei unklar, sagte Ham weiter. Die Armee sehe es auch nicht als Ziel an, Gaddafis Aufenthaltsort ausfindig zu machen. "Wir haben keinen Auftrag, diese Person anzugreifen, wir werden es auch nicht tun, und wir suchen ihn auch nicht."

Die NATO-Mitglieder Grossbritannien, Frankreich und die USA hatten am Wochenende erste Luftangriffe geflogen, um die vom UNO-Sicherheitsrat beschlossene Flugverbotszone über dem Land durchzusetzen. Die Koordination übernahmen dabei die USA, die diese Rolle aber bald abgeben wollen.

Als Ziel der USA benannte Barack Obama bei einer Rede in der chilenischen Hauptstadt Santiago ein Ende der Herrschaft Gaddafis. "Es ist Politik der USA, dass Gaddafi gehen muss", sagte Obama. Die "Vernichtung" von Gaddafi ist nach Ansicht von US-Verteidigungsminister Robert Gates keine Aufgabe der Koalitionskräfte, sondern des libyschen Volkes.

Am Montag trat in New York der UNO-Sicherheitsrat wegen Libyen zusammen.

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SDA-ATS