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Neue Mittekräfte haben es national schwerer als in den Kantonen

Die neuen Mitteparteien Grünliberale und BDP haben am Wochenende im Kanton Zürich einen weiteren Achtungserfolg verbucht. Trotz viel Rückenwind aus den kantonalen Wahlen bleibt die Umsetzung der Wahlsiege bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst aber schwer.

Dass Grünliberale (glp) und BDP im Herbst deutlich an Stimmen zulegen werden, sei eine relativ sichere Prognose, sagte der Lausanner Politologe Andreas Ladner am Montag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Weniger klar sei aber, wie viele zusätzliche Sitze sie erringen könnten.

Beide Parteien treten zwar in 15 Kantonen an, doch in den meisten Kantonen könnte sich die Hürde für einen Nationalratssitz als zu hoch erweisen. Je höher die Bevölkerungszahl in einem Kanton, umso tiefer liegt der Stimmenanteil für einen Nationalratssitz. In Zürich reichen beispielsweise schon knapp 3 Prozent der Stimmen, in Basel-Land werden dagegen 12,5 Prozent benötigt.

Die Grünliberalen würden auf nationaler Ebene "bestimmt nicht" im gleichen Masse gewinnen wie in Zürich, sagte auch der Zürcher Politologe Michael Hermann in einem Interview mit den Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Der Bund". In Zürich besetzen sie neu 19 (+9) von 180 Sitzen. Ausserhalb von Zürich seien die Grünliberalen lediglich "in einem überschaubaren Rahmen" gewachsen.

Gleiches Jagdrevier

Weil Sitzgewinne in den grossen Kantonen wahrscheinlicher sind als in kleineren, setzen beide Parteien ihre grössten Hoffnungen auf die Grosskantone: Abseits ihrer Hochburg Zürich streben die Grünliberalen in Bern, Aargau und Waadt neue Mandate an. Die BDP will auch vor allem in diesen vier Kantonen punkten, dazu strebt sie Sitze in ihren Stammlanden Graubünden und Glarus an.

Als Ziel geben glp und BDP beide eine Verdoppelung der Sitze im Nationalrat an. Für die glp heisst das mindestens sechs Sitze. Das Zielband liegt bei sechs bis acht: Die obere Bandbreite sei nach den Wahlen in Zürich wahrscheinlicher geworden, sagte glp-Präsident Martin Bäumle der SDA.

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