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Drohnen wie dieser Hexacopter erfreuen sich seit einigen Jahren im privaten wie im gewerblichen Sektor steigender Beliebtheit.

Keystone/AP/RICK BOWMER

(sda-ats)

Um Unfälle mit Drohnen zu verhüten, sollen für die unbemannten Fluggeräte in Deutschland künftig strengere Vorschriften gelten. Die Regierung hat eine entsprechende Verordnung beschlossen.

Diese schreibt ähnliche Kennzeichnungspflichten wie beim Auto vor sowie eine Art Führerschein für die Nutzer von grösseren Drohnen. Als maximale Flughöhe sind 100 Meter vorgesehen. Flüge in der Nähe von Flughäfen und über Wohngrundstücken werden verboten. "Neben der Sicherheit verbessern wir damit auch den Schutz der Privatsphäre", erklärte Verkehrsminister Alexander Dobrindt am Mittwoch.

Schätzungen zufolge sind am deutschen Himmel schon mehr als 400'000 Drohnen unterwegs - Tendenz stark steigend. Immer häufiger kommen sie Flugzeugen und Helikoptern in die Quere. Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben der Deutschen Flugsicherung 64 gefährliche Annäherungen - fast fünfmal so viele wie im Jahr zuvor. Auch abstürzende Drohnen stellen eine wachsende Gefahr dar.

In letzter Zeit werden auf dem Markt immer mehr ferngesteuerte Kleindrohnen angeboten, die auch ohne fundierte Kenntnisse gesteuert werden können. Den Käufern solcher Modelle sind die rechtlichen Vorschriften, die für den Betrieb von Modellen gelten, oft nicht bekannt.

Staatliche Prüfung

Um den Halter im Schadensfall einfacher ermitteln zu können, sollen Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm künftig eine Plakette mit dem Namen und der Adresse des Besitzers tragen. Wer grössere Drohnen ab zwei Kilo ausserhalb von Modellflugplätzen in die Luft bringen möchte, muss künftig eine staatliche Prüfung ablegen oder die Einweisung durch einen Luftsportverein nachweisen können.

Weiter muss der Pilot einer Drohne mindestens 14 Jahre alt sein. Zudem dürfen Drohnen in Deutschland grundsätzlich nicht mehr ausserhalb der eigenen Sichtweite und in Höhen von über 100 Metern fliegen.

Der Bundesrat (Länderkammer) muss der Verordnung allerdings noch zustimmen. Opposition gegen die Verschärfung der Regeln kommt vor allem von den klassischen Modellfliegern. Sie kritisieren, dass Dobrindts Gesetzesvorstoss ihr Hobby unmöglich machen würde. In Deutschland sind rund 150'000 Modellflieger in Verbänden organisiert, zahlreiche Hersteller von Modellbauartikeln haben dort ihren Sitz.

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SDA-ATS