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Telefonieren im Ausland könnte bald etwas weniger teuer werden. Der Schweizer Marktführer Swisscom kündigt eine Preissenkung an. Bei den Handytarifen im Inland werde sich aber wenig bewegen.

"Die Roaming-Preise werden sich sicher weiter nach unten entwickeln. Auch die Swisscom wird noch dieses Jahr die Preise weiter senken", sagte Konzernchef Urs Schaeppi in einem Interview mit der Zeitung "Schweiz am Sonntag".

Handlungsbedarf sieht Schaeppi insbesondere bei den Ausland-Preisen nach Datenvolumen: "Wenn ein Kunde heute ins Ausland geht, schaltet er oft als Erstes das Datenroaming aus. Wir wollen aber, dass er Roaming benutzt." Die Swisscom werde daher vermehrt auf Pakete mit Inklusivvolumen setzen. Bevor das Guthaben aufgebraucht ist, erhalten die Kunden schon heute eine Warnung.

Über das gesamte Mobilfunk-Geschäft gesehen glaube er aber nicht, dass sich die Preise stark bewegen werden. "Man muss sehen, dass heute viel mehr Leistung geboten wird, und die Nutzung steigt dank der Flatrates stark an", sagte Schaeppi. Zudem stehe die Branche vor riesigen Investitionsschüben.

Angesprochen auf die kaum veränderten Marktanteile in den letzten Jahren und die im internationalen Vergleich hohen Preise, sagte Schaeppi, der Schweizer Mobilfunkmarkt sei hoch kompetitiv. Wie sein Vorgänger Carsten Schloter, würde aber auch er eine Fusion der beiden grössten Konkurrenten Orange und Sunrise begrüssen.

"Die beiden hätten Synergien, insbesondere im Netzbereich. Dann hätte die Swisscom einen Konkurrenten, der noch kompetitiver ist und die hohen Investitionen, die auf die Branche zukommen, auch tätigen kann." Schaeppi wäre dies lieber, "als dass irgendwann der Regulator kommt und die Swisscom zurückbinden will".

SDA-ATS