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Einen Tag nach dem blutigen Terroranschlag in Jerusalem haben militante Palästinensergruppen am Donnerstag erneut Raketen auf Israel abgefeuert. Israels Luftwaffe setzte im Gegenzug ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fort.

Bei dem Bombenanschlag in Jerusalem waren am Mittwoch eine 56-jährige britische Staatsbürgerin getötet und Dutzende weitere Menschen verletzt worden.

Am Donnerstag feuerten militante Palästinensergruppen nach Angaben der israelischen Armee fünf Raketen sowie vier Mörsergranaten auf Israel ab. Niemand wurde verletzt.

Eine Rakete explodierte in der Industriezone der rund 25 Kilometer vom Gazastreifen entfernten Hafenstadt Aschdod. Die zweite etwas nördlich. Die so genannten militanten Volkswiderstandskomitees bekannten sich zu den Raketenangriffen.

Bei den Gegenschlägen der israelischen Luftwaffe auf Ziele im Gazastreifen seien unter anderem Tunnel bombardiert worden, sagte ein Armeesprecher. Nach Angaben von palästinensischen Rettungskräften wurden durch Angriffe aus Israel mindestens vier Palästinenser verletzt, darunter auch der örtliche Chef einer bewaffneten Gruppe.

Aussöhnungsversuche

Zuvor hatte sich der Hamas-Führer Ismail Hanija vergeblich bemüht, die militanten Gruppen im Gazastreifen zur Einhaltung einer inoffiziellen Waffenruhe mit Israel zu bewegen.

Die neue Welle der Gewalt ist vor einem in der kommenden Woche geplanten Besuch von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Gazastreifen aufgeflammt. Abbas wollte mit der politischen Hamas-Führung über eine nationale Aussöhnung und Beteiligung an einer Einheitsregierung sprechen.

Die militanten Gruppen lehnen sowohl die Aussöhnung als auch den Friedensprozess zwischen Israel und der moderaten Palästinenserführung ab. Sie wollen stattdessen den bewaffneten Kampf gegen Israel fortsetzen.

Netanjahus Ankündigung

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Mittwochabend vor seiner Abreise nach Russland eine harte Reaktion nach dem Anschlag in Jerusalem angekündigt. Diese werde "energisch, verantwortungsbewusst und klug" ausfallen, sagte der Regierungschef.

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SDA-ATS