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Stösst auf geteiltes Echo: Die Neuinszenierung von "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen unter anderem mit Schauspieler Tobias Moretti (rechts). (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA

(sda-ats)

Die Salzburger Festspiele sind am Freitagabend mit einer denkwürdigen Neuinszenierung des Open-Air-Klassikers "Jedermann" eröffnet worden. Die Reaktionen waren geteilt. Wegen eines Unwetters musste die Vorstellung in das Grosse Festspielhaus verlegt werden.

Dort wurde das Premierenpublikum mit der bislang radikalsten Neudeutung von Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel vom "Sterben des reichen Mannes" konfrontiert. Riesen Applaus gab es für das Schauspielteam, vor allem Tobias Moretti als Jedermann und Stefanie Reinsperger als Buhlschaft. Deutlich schwächeren Applaus erhielt der österreichische Regisseur Michael Sturminger.

Sturminger brach mit mehr oder weniger allen Aufführungstraditionen des Stücks, die noch auf den Regisseur und Festspielgründer Max Reinhardt zurückgehen. Er tilgte vor allem das gravitätische Mittelalterambiente und liess fast alle Darsteller in moderner Alltagskleidung auftreten; die Umrisse des Domes waren mit Neonröhren nachgezeichnet. Erstmals gab es auch einen Theatervorhang.

Ursprünglich war geplant, die bisherige Inszenierung des britisch-amerikanischen Duos Brian Mertes und Julian Crouch weiter zu spielen, doch entschied man sich kurzfristig für eine Neuinszenierung.

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SDA-ATS