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Solothurn - Im Bistum Basel ist am Mittwoch ein Nachfolger für den vom Papst nach Rom berufenen Kurt Koch gewählt worden. Der Name des Gewählten bleibt allerdings noch geheim, bis der Heilige Stuhl der Wahl zugestimmt hat. Die Wahl lief nach einem einzigartigen Prozedere ab.
In der katholischen Kirche wird ein Bischof normalerweise vom Papst ernannt. Nicht so im Bistum Basel - dort ist der Heilige Stuhl nur eine von insgesamt drei eigenständigen Instanzen. Als erstes konnten am Morgen die Bistumskantone ein Wort mitreden.
Bei der sogenannten Diözesankonferenz strichen sie jedoch keinen der sechs Kandidaten, wie der Kanton Solothurn mitteilte. Nach Angaben des Konferenz-Präsidenten und Solothurner Landammann Walter Straumann war die Stimmung feierlich.
Man habe der Delegation des Domkapitels - einem Beratungsgremium des Bischofs und Verfasser der Kandidatenliste - anderthalb Stunden Fragen gestellt und diskutiert. Die zehn Bistumskantone SO, LU, ZG, BE, TG, JU, BS, BL, AG und SH durften je zwei Vertreter stellen.
Zustimmung vom Papst nötig
Am Nachmittag schritt das 18-köpfige Domkapitel zur Wahl. Dabei wurde ein Kandidat gewählt, wie das Bistum Basel am Abend in einer Mitteilung festhielt. Dem Gewählten wurde eine Bedenkzeit von sieben Tagen eingeräumt.
Sollte er die Wahl nicht annehmen, müsste das Domkapitel erneut zur Wahl zusammenkommen. Der Name des Gewählten bleibt geheim, bis der Heilige Stuhl der Wahl zugestimmt hat. Lehnt der Papst die Wahl ab, muss das Domkapitel erneut wählen.
Das Mitspracherecht der Kantone im Wahlprozedere ist einzigartig. Es geht auf ein Konkordat zurück, das Rom 1828 mit den Kantonen Luzern, Bern, Solothurn und Zug abgeschlossen hatte. Ob der Wahlmodus gar weltweit einzigartig ist, vermag das Bistum selbst "nicht zu urteilen".
Warten auf Rom
Auch wenn alles rund läuft, dauert es wohl einige Wochen, bis Papst Benedikt XVI. der Wahl zustimmt. 1995 hatte Rom Kurt Koch erst nach fünf Monaten bestätigt. Das Bistum Basel erwartet die Bestätigung noch in diesem Jahr.
Der 60-jährige Koch ist seit Juli Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Damit trägt er die Hauptverantwortung für alle ökumenischen Dialoge, welche die Kirche weltweit führt.

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SDA-ATS