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Neuer Ebola-Fall in Liberia untergräbt Hoffnung auf Seuchenende

Nach gut einem Monat ohne Neuinfektion ist in Liberia wieder ein Mensch an Ebola erkrankt. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) bestätigte am späten Freitagabend, dass in einem Spital eine Frau positiv getestet wurde.

Damit zerschlugen sich die zaghaft aufkeimenden Hoffnungen, das westafrikanische Land könnte bald für ebolafrei erklärt werden. Viele Bürger reagierten empört und warfen der Frau vor, sich fahrlässig angesteckt zu haben.

Die mörderische Krankheit hat eine Inkubationszeit von 21 Tagen. Die doppelte Zeitspanne - 42 Tage - muss ohne Neuerkrankungen vergehen, bevor die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Land für ebolafrei erklärt. Die WHO hatte kürzlich erklärt, dass seit dem 19. Februar kein neuer Fall in Liberia aufgetreten sei.

Die Frau in Monrovia soll sich beim Geschlechtsverkehr mit einem Ebola-Überlebenden infiziert haben. "Manche Leute lernen nie. Die Gesundheitsbehörden haben die Ebola-Überlebenden gewarnt, 90 Tage nach ihrer Entlassung keinen Sex zu haben. Warum konnte sie nicht warten oder einfach ein Kondom benutzen?", sagte Tamba Boima, ein Bewohner der Hauptstadt.

"Wie konnte sie bloss das Land erneut in diesen Schlamassel ziehen? Es ist ein Verstoss gegen die Gesundheitsgesetze, die Krankheit wissentlich zu verbreiten", sagte der Rechtsanwalt Augustine Tamba.

Liberia ist eines der am schwersten von der Ebola-Epidemie betroffenen Länder mit 9526 Erkrankungen und 4264 Todesfällen. Insgesamt kamen nach WHO-Angaben in den vergangenen 15 Monaten mehr als 10'000 Menschen in den westafrikanischen Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia ums Leben.

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