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Zürich - Die Rendite der zehnjährigen Bundesobligationen der Eidgenossenschaft ist am Dienstag mit 1,40 Prozent auf einen neuen Tiefstand gefallen. Händler begründen den Zinsrückgang mit der Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern.
Dabei profitierte die Schweiz und damit auch der Franken und die Anleihen der Eidgenossenschaft von ihrem Ruf als Hort in schweren Zeiten. Zudem liessen auch die Sorgen um die US-Wirtschaft die Renditen weltweit sinken.
Über die weitere Entwicklung jenseits des Atlantiks erhoffen sich die Marktteilnehmer am Abend, wenn die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung bekanntgibt, weiteren Aufschluss.
Eine Änderung des Leitzinses wird zwar nicht erwartet. Aber die Fed dürfte ihre Politik des billigen Geldes fortsetzen und möglicherweise sogar neue aussergewöhnliche Massnahmen ankündigen. Solange sich keine Verbesserung des US-Arbeitsmarkts abzeichne, dürfte die Fed die Zinszügel nicht straffen.
Als Folge unerwartet schwacher Arbeitsmarktdaten fielen die Renditen der US-Staatsanleihen zuletzt ebenfalls auf neue Tiefstände.
Mit Blick auf die Schweiz sprachen Händler von einem seit knapp 20 Jahren währenden Trend sinkender Zinsen. Nach einem Hoch im Jahr 1992 bei 6,94 Prozent halbierte sich die Verzinsung bis zum Jahr 2000 auf noch 3,32 Prozent und zu Beginn des laufenden Jahres warfen die zehnjährigen Bundesobligationen noch 1,97 Prozent ab.
Sorgte in den 1990er Jahren der erfolgreiche Kampf gegen die Inflation für sinkende Zinsen, so drücken seit dem Jahr 2000 vermehrt Wirtschafts- und Finanzkrisen auf die Renditen.

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SDA-ATS