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Das Literaturmuseum Strauhof in Zürich wird am alten Ort von einer neuen, privaten Trägerschaft geführt. Der Verein "Literaturmuseum Zürich" hat von der Stadt Zürich den Zuschlag erhalten. Die erste Ausstellung steht im Herbst 2015 auf dem Programm.

Der Stadtrat entschied sich aus insgesamt drei eingereichten Konzepten für jenes des neuen Vereins. Er folgte damit der Empfehlung einer Jury unter dem Vorsitz von Publizistin Klara Obermüller.

Die sechsköpfige Jury habe sich nach intensiven Diskussionen mit klarer Mehrheit für den Verein "Literaturmuseum Zürich" ausgesprochen, sagte Obermüller am Freitag vor den Medien. Hinter dem Verein stehen Literaturinteressierte und Personen der Museumsgesellschaft Zürich, die das Literaturhaus führt.

Neben der Geschäftsleiterin der Museumsgesellschaft, Gesa Schneider, sind auch Präsident Christoph Wittmer sowie Quästor Marcel Wegmüller im neuen Vereinsvorstand. Auf den 1. Februar 2015 sucht der Verein eine Geschäftsleitung, die das Ausstellungskonzept umsetzt, wie Wittmer vor den Medien ausführte.

Die neue Trägerschaft plant drei Ausstellungen pro Jahr. Bisher waren es vier. In den Umbaupausen zwischen den Ausstellungen soll während rund einer Woche jeweils eine "Wild Card" an Teams vergeben werden, die sich auf innovative Weise mit Literatur auseinander setzen. Das Konzept sieht auch vor, inhaltliche Synergien zwischen dem Literaturhaus und dem Strauhof zu schaffen und nutzen.

Dreijährige Pilotphase

Der neu gegründete Verein erhält von der Stadt für einen dreijährigen Pilotbetrieb finanzielle Unterstützung in der Höhe von insgesamt 1,325 Millionen Franken. Zudem muss er für die Räumlichkeiten des Strauhofs keine Miete bezahlen (658'116 Franken), wie Kultur-Direktor Peter Haerle vorrechnete. Danach sehe man weiter.

Hinzu kommen pro Jahr 125'000 Franken Eigenmittel des Vereins. Natürlich suche man auch Partner und Sponsoren, sagte Marcel Wegmüller. Zu den Partnern könne durchaus auch der Verein "Pro Literaturmuseum Strauhof" gehören. Dieser hatte sich vehement für den Fortbestand des Museums eingesetzt und ebenfalls ein Betriebskonzept eingereicht.

Die Stadt wollte ursprünglich das von der städtischen Kulturförderung seit gut zehn Jahren betriebene Literaturmuseum im Strauhof 2015 schliessen und darin das Junge Literaturlabor JULL eröffnen. Literaturausstellungen sollten über die ganze Stadt verstreut werden.

Nach heftiger Kritik aus dem In- und Ausland sowie von Stadtzürcher Politikern überarbeitete die Stadt ihre Standortpläne. Das JULL wird nun in den Räumlichkeiten des ehemaligen städtischen Wohnmuseums Bärengasse realisiert. Das Literaturmuseum Strauhof bleibt am alten Standort, erhält aber eine private Trägerschaft. Manchmal brauche es eben intensive Diskussionen, um am Ende zu einer guten Lösung zu kommen, sagte Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP).

Ob es auch für die ehemaligen Angestellten des Strauhofs ein Happy End gibt, ist noch offen. Aber natürlich sei man an deren Know-how grundsätzlich interessiert, sagte Wegmüller. Die Stadt hatte den 11 Personen, die sich 4,5 Vollzeitstellen teilten, auf Ende 2014 gekündigt.

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SDA-ATS