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Er leitet neu die Weltgesundheitsorganisation (WHO): Der Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

(sda-ats)

Der Gang zum Arzt darf auch Patienten in armen Ländern nicht in den Ruin treiben, findet der künftige WHO-Chef, der Äthiopier Tedros Adhanom Ghebreyesus. Seine Organisation wolle den Staaten bei den nötigen Reformen helfen.

Der Gang zum Arzt muss laut dem neu gewählten Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für jeden Menschen auf der Welt bezahlbar sein. "Es gibt nicht nur einen Weg, um dieses Ziel zu erreichen. Die Massnahmen müssen für jedes Land einzeln zugeschnitten werden", sagte der 52-jährige Tedros am Mittwoch in Genf. Schon bei der Gründung der WHO 1948 sei eine flächendeckende Gesundheitsvorsorge ein Versprechen gewesen.

Der frühere äthiopische Gesundheits- und Aussenminister Tedros hatte sich am Dienstagabend in Genf bei der Wahl zum WHO-Generaldirektor gegen den britischen Arzt David Nabarro und die pakistanische Kardiologin Sania Nishtar durchgesetzt. Er ist der erste WHO-Chef aus Afrika. Tedros tritt sein Amt am 1. Juli an. Er löst Margaret Chan aus Hongkong nach zehn Jahren im Amt ab.

In Personal und Infrastruktur investieren

Um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten, wolle er Betroffenen wie Entscheidungsträgern zuhören, sagte Tedros. Rund die Hälfte der Menschheit hat seinen Aussagen zufolge bislang keinen Zugang zur Gesundheitsvorsorge.

Es brauche nicht nur bezahlbare Behandlungen, sondern auch die nötige Infrastruktur sowie gut ausgebildetes Personal. In diesen Bereich zu investieren, ist für Tedros die "klügste Entscheidung".

Um die WHO künftig finanziell für ihre Arbeit besser aufzustellen, plant Tedros zudem, mehr Länder als Spender zu gewinnen. So könne die WHO bei Krisen und Epidemien noch schneller reagieren.

Die USA hatten allerdings jüngst die Kürzung von UNO-Fördergeldern angedroht. Während der Ebola-Krise in Afrika 2014/2015 hatte die schleppende Reaktion der WHO ihrem Ruf schwer geschadet.

Tedros forderte aber auch das Engagement von Länder ein, die beispielsweise von Krankheitsausbrüchen betroffen sind. Ohne die "richtige Grundeinstellung von allen" werde es nicht funktionieren.

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SDA-ATS