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Nach dem qualvollen Tod von fast hundert Einwanderern in der Wüste hat die Regierung des Niger die "sofortige" Schliessung aller Flüchtlingslager im Norden des zentralafrikanischen Landes angeordnet.

In einer im Fernsehen verlesenen Erklärung hiess es überdies, dass Menschenschmuggler ausfindig gemacht und "hart bestraft" würden. "Diese Tragödie ist das Ergebnis von Verbrechen von Schleusernetzwerken", erklärte die Regierung in Niamey.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass in der Sahara 52 Kinder, 33 Frauen und sieben Männer auf ihrer Flucht nach Algerien verdurstet waren. Einer der 21 Überlebenden des Flüchtlingstrecks sagte einem Radiosender, dass sich die Gruppe im Oktober wegen einer schlechten Ernte durch die Wüste in Richtung Algerien aufgemacht habe.

"Einer von uns sah seine Frau und seine neun Kinder sterben", sagte der Mann namens Sadafiou. Der Bürgermeister der nordnigrischen Stadt Agadez, Rhissa Feltou, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Flüchtlinge seien verdurstet, nachdem ihre beiden Lastwagen fast zeitgleich eine Panne hatten.

"In der Wüste kennt der Durst kein Pardon", sagte Feltou. Selbst die Kräftigsten hielten nicht mehr als vier Tage ohne Wasser durch. Am Freitag wurde wegen der Tragödie ein Trauertag ausgerufen, im ganzen Land wehten die Flaggen auf Halbmast.

SDA-ATS