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Das westafrikanische Land Niger ist nach gut einjähriger Militärherrschaft auf dem Weg zurück zur Zivilgesellschaft. Am Samstag wurden mit der Präsidenten-Stichwahl die Weichen für eine neue Demokratie gestellt.

Die knapp sieben Millionen Wähler des rohstoffreichen Wüstenstaates konnten zwischen dem langjährigen Oppositionspolitiker Mahamadou Issoufou und dem ehemaligen Ministerpräsidenten Seini Oumarou entscheiden. Juntachef Djibo Salou sprach am Samstag von einem grossen Tag für Niger und rief die Bevölkerung zu einer hohen Wahlbeteiligung auf.

Das Ergebnis wird in einigen Tagen erwartet. Die Wahlkommission sprach am Nachmittag von einem weitgehend störungsfreien Wahlverlauf ohne Zwischenfälle.

Issoufou, der in der ersten Wahlrunde im Februar 36 Prozent der Stimmen erhalten hatte, geht als Favorit in die Stichwahl, nachdem andere Oppositionskandidaten aus der ersten Runde ihre Wähler aufgerufen hatten, nun ihn zu unterstützen.

Oumarou, für den im Februar 23 Prozent der Wähler gestimmt hatten, ist ein langjähriger Parteigänger des Anfang 2010 gestürzten Präsidenten Mamadou Tandja. Das Militär hatte Tandja im vergangenen Februar abgesetzt, nachdem er zuvor Parlament und Verfassungsgericht aufgelöst hatte.

Damit wollte er eine Verfassungsänderung erzwingen, um eine dritte Amtszeit zuzulassen. Die Putschisten hatten von Anfang an betont, die Militärherrschaft sei befristet und solle lediglich die Rückkehr zur Demokratie ermöglichen.

Niger ist trotz reicher Uranvorkommen eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Die Stabilität des immer wieder von Fluten und Dürren heimgesuchten Landes wird zunehmend auch durch Aktivitäten des Maghreb-Zweiges von Al-Kaida bedroht.

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SDA-ATS