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Sie bleiben - bis mindestens 2020: Toto Wolff und Niki Lauda. Zwei Österreicher in deutschen Formel-1-Diensten. Sie brachten Mercedes wieder Erfolge. Und sie sollen auch für künftige Erfolge sorgen.

Das österreichische Meistermacher-Duo soll die Silberpfeile auch in den kommenden Jahren zu Titeln und Triumphen in der Formel 1 treiben. Teamchef Toto Wolff und Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda haben ihre Verträge beim Formel-1-Rennstall Mercedes bis 2020 verlängert. "Ihr erneuertes Bekenntnis trägt dazu bei, den Erfolgskurs auch in den nächsten vier Jahren fortzusetzen", so Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche.

Wolff und Lauda formten Mercedes zusammen mit dem ehemaligen Technik-Direktor Paddy Lowe nach der Rückkehr als Werks-Team vor der Saison 2010 wieder zu einem Erfolgsteam. "Toto und ich bilden eine perfekte Partnerschaft bei Mercedes", kommentiert Lauda.

Wolff und Lauda liessen Lewis Hamilton und Nico Rosberg praktisch freie Fahrt für packende WM-Duelle, die auch mal über die Grenzen des Erlaubten hinaus gingen. Wolff und Lauda, beide Klartextsprecher, griffen nur im Notfall öffentlich ein. Heraus kamen drei Fahrertitel durch Hamilton 2014 und 2015 und Rosberg 2016. Zudem gewann Mercedes in den Jahren jeweils auch souverän die Konstrukteurs-WM. Bei 72 der 73 Siege seit dem Mercedes-Comeback vor sieben Jahren waren Wolff/Lauda bereits auf ihren Posten, in den vergangenen drei Jahren gelangen ihren Fahrern 36 Doppelsiege in 59 Rennen.

"Der Erfolg ist nie abhängig von einzelnen Personen - es geht darum, dass die richtige Gruppe an Menschen zusammenkommt, sich ein gemeinsames Ziel setzt und dann ihre Fähigkeiten richtig einsetzt, um dieses Ziel zu erreichen", sagt Wolff. Zusammen mit Lauda und Lowe gelang ihm, was Teamchef Ross Brawn und Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zuvor nicht vergönnt gewesen war, nachdem Mercedes nach fünf Jahrzehnten die Rückkehr als Werks-Team in die Formel 1 beschlossen und sogar Rekordweltmeister Michael Schumacher zu einem Comeback bewegt hatte.

Die Dauer des neuen Vertrags sei mit der Laufzeit des sogenannten Concorde Agreements abgestimmt, verlautet von Mercedes. Die Formel-1-Verfassung, die vor allem die Verteilung der Einnahmen auch noch unter den neuen Besitzern Liberty Media aus den USA regelt, endet ebenfalls mit der Saison 2020.

Trotz erneuter umfassender Regeländerungen und dem Rücktritt von Rosberg treten die Silberpfeile mit Neuzugang Valtteri Bottas und Hamilton auch in der kommenden Saison als Favoriten an. Schon jetzt aber stellte Lauda, immerhin selbst dreimaliger Weltmeister fest: "Die vergangenen paar Jahre waren einige der schönsten, die ich in der Formel 1 erlebt habe."

SDA-ATS

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