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Am Mountainbike-Weltcup in Lenzerheide probt Vorjahressieger Nino Schurter am Sonntag den Ernstfall. Der Cross-Country-Olympiasieger schielt bereits auf die Heim-WM im kommenden Jahr.

Gesättigter Hunger auf Titel? Motivationsprobleme? Fehlanzeige bei Nino Schurter. Während seine stärksten Konkurrenten der letzten Jahre schwächeln, dreht Schurter seine Runden zuverlässig auf Hochtouren. Drei Siege fuhr der 31-jährige Bündner in den drei bisherigen Weltcuprennen ein, jederzeit vermittelte er seinen Gegnern den Eindruck des Unantastbaren.

Es scheint, als könnten nur Defekte den Olympiasieger von 2016 stoppen. "Ich weiss, dass ich stark bin, wenn alles passt. Aber es kommt mir nicht so vor, als würde ich die Gegner dominieren. Damit es so ausschaut, muss alles stimmen", sagte Schurter vor dem Weltcup in Lenzerheide.

Speziell ist das rund 15 km von seinem Zuhause in Chur entfernte Heimrennen auch mit Blick auf den nächsten Fixpunkt in einem Jahr. Dann findet die WM auf dieser Strecke statt. Schurter kann seinen sechsten oder siebten Titel holen - je nach Ausgang der nächsten WM im September im australischen Cairns. Die Heim-WM bezeichnet Schurter als "das nächste grosse Ziel vor den Olympischen Spielen 2020 in Tokio".

Mathias Flückiger in Schurters Sog

Im Heimweltcup tritt Schurter, natürlich, als Vorjahressieger an. "Die Strecke liegt mir. Sie ist zwar nicht die technischste von allen, aber durchaus mit Schwierigkeiten versehen und vor allem hektisch. Es gibt kaum Verschnaufpausen, du kommst kaum zum Trinken", sagt er.

Mit dem Oberaargauer Mathias Flückiger positionierte sich vor Wochenfrist (2. Platz in Vallnord) ein zweiter Schweizer als potentieller Siegfahrer. Die weiteren Herausforderer Schurters kommen aus Frankreich (Jordan Sarrou, Maxime Marotte) und aus Neuseeland (Anton Cooper, Sam Gaze). Der zu Beginn der Saison verblüffende niederländische "Quer"-Einsteiger Mathieu van der Poel dagegen bezahlt wohl für sein (zu) straffes Rennprogramm Lehrgeld; am letzten Wochenende stieg der 22-Jährige in Vallnord vorzeitig vom Sattel. Julien Absalon fehlt wegen eines Schlüsselbeinbruchs, Jaroslav Kulhavy ist ausser Form.

Schweizerinnen in Lauerstellung

Bei den Frauen präsentiert sich die Ausgangslage offen. Mit ihrem zweiten Weltcupsieg in Folge schob sich die Ukrainerin Jana Belomoina in Vallnord in die Pole-Position. Zum Pulk des erweiterten Favoritenkreises mit der Dänin Annika Langvad und der Polin Maja Wloszczowska gehören auch zwei Schweizerinnen: Jolanda Neff und Linda Indergand, die Neff den Status als interne Nummer 1 streitig macht und in zwei der drei bisherigen Weltcups vor ihrer Landsfrau klassiert war.

Erneut nicht am Start ist die schwedische Olympiasiegerin Jenny Rissveds, die wegen zwei Todesfällen in der Familie nach wie vor aussetzt.

Nach dem Zuschauerrekord im Vorjahr (18‘000 Besucher verteilt über die drei Renntage) rechnen die Organisatoren wiederum mit einem Grossaufmarsch. Grössere Anpassungen sind ein Jahr vor den WM-Titelkämpfen 2018 nicht mehr nötig. Die Cross-Country-Strecke wurde gegenüber dem Vorjahr mit einer Zusatzschlaufe leicht ausgebaut, für die Downhill-Spezialisten mit den Schweizer Podest-Anwärterinnen Emilie Siegenthaler und Carina Capellari wurde unter anderem ein neuer Zielsprung errichtet.

SDA-ATS