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Die Polizei fahndet weiter mit Hochdruck nach dem 64-jährigen wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilten Mann, dem am Montag in der Region Provence VD am Neuenburgersee die Flucht gelang. Rund 100 Polizisten und sechs Suchhunde beteiligten sich an der Suche.

Die Polizei habe keine Hinweise, wo sich der 64-Jährige aufhalte, sagte Olivia Cutruzzola, Mediensprecherin der Waadtländer Kantonspolizei, zur Nachrichtenagentur sda.

An der Suche haben sich Polizisten aus den Kantonen Neuenburg und Waadt sowie das Grenzwachtkorps beteiligt. Unterstützung gab es auch von der französischen Polizei.

Trotz allem gab es bis am Dienstagabend noch immer keine Spur des als gefährlich eingestuften Straftäters. Die Suche werde in der Nacht fortgesetzt, hiess es in einer Medienmitteilung.

Bereits am Montag nach der Flucht des Schwerverbrechers sei ein "riesiges Dispositiv" mobilisiert worden, sagte Cutruzzola. Bis am Morgen um 3 Uhr hätten Polizeikräften nach dem Ausbrecher gesucht.

Flucht während des Ausgangs

Beim flüchtigen Sträfling handelt es sich um einen Jurassier, der mehrere langjährige Freiheitsstrafen erhalten hatte - wegen Mordes, Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung und Sachbeschädigung. Die Strafe wurde zugunsten einer Verwahrung auf unbestimmte Zeit aufgeschoben. Seit 2009 befand sich Verurteilte im Gefängnis Bellevue in Gorgier NE.

Der 64-Jährige hatte am Montag bei einem begleiteten Ausgang seine Bewacher mit einem Schneideinstrument bedroht und einen der beiden, eine Frau, leicht verletzt.

Am Mittwochmorgen wollen die Neuenburger Behörden über den Fall informieren. Zwar untersteht der Verbrecher der Verantwortlichkeit des Kantons Bern. Doch laut Christian Margot vom bernischen Amt für Freiheitsentzug und Betreuung bewilligte nicht Bern den begleiteten Ausgang des Mannes, sondern Gorgier. Diese Kompetenz hätten geschlossene Anstalten selber, sagte er zur sda.

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SDA-ATS