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Die Nummer zwei des Terrornetzwerks Al-Kaida, Abu Jahja Al-Libi, ist nach Angaben der USA bei einem amerikanischen Drohnenangriff in Pakistan getötet worden. Der Tod des Libyers wäre der schwerste Schlag gegen Al-Kaida seit der Tötung Osama bin Ladens im Mai 2011.

Den US-Geheimdiensten lägen Informationen vor, dass Abu Jahja al-Libi am Montag ums Leben gekommen sei, sagte Regierungssprecher Jay Carney am Dienstag in Washington. Es handle sich um einen bedeutenden Schlag gegen das Terrornetzwerk.

Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen verlautete am Dienstag, es werde angenommen, dass Al-Libi unter den sieben ausländischen Extremisten sei, die am Vortag bei dem Angriff im Nordwesten des Landes umgekommen seien. Die Zahl der Toten der Attacke in Nord-Waziristan wird mit insgesamt 15 angegeben.

Der libysche Terrorist, der unter seinem Kampfnamen bekannt ist ("Al-Libi" bedeutet "Der Libyer"), galt Al-Kaida-Anhängern sowohl als Kommandant als auch als Prediger ein Vorbild. Der Geistliche verfügte über ein abgeschlossenes Chemie-Studium und galt als einer der Hauptstrategen von Al-Kaida, die nach dem Tod von Osama bin Laden vom Ägypter Aiman al-Sawahri angeführt wird.

Nicht zum ersten Mal totgesagt

Al-Libi war 2005 gemeinsam mit anderen Terrorverdächtigen aus dem berüchtigten US-Militärgefängnis im afghanischen Bagram geflohen. Er schloss sich danach sofort wieder den Terroristen an.

Al-Libi war in der Vergangenheit schon mehrfach fälschlicherweise totgesagt worden. Anfang 2008 hatten Medien berichtet, er sei bei einem US-Drohnenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan gestorben. Ende 2009 hatte es erneut Berichte über seinen Tod bei einem solchen Angriff gegeben.

Die USA verstärkten seit dem NATO-Gipfel zu Afghanistan im vergangenen Monat in Chicago ihre Angriffe mit unbemannten Drohnen im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. Bereits am Sonntag wurden bei Luftangriffen in Süd-Waziristan fünf mutmassliche Aufständische getötet, darunter ein Kommandant.

SDA-ATS