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Zwei Monate nach der Eröffnung des Strichplatzes hat die Stadt Zürich am Dienstag ein erstes Fazit gezogen: Die Verantwortlichen sind mit dem Betrieb zufrieden - obwohl der Platz sowohl von Freiern als auch von Prostituierten noch nicht sehr intensiv genutzt wird.

Es brauche eine gewisse Zeit, bis sich Veränderungen einspielen würden, schreibt die Stadt in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass sich der Strichplatz erst nach etwa einem halben Jahr voll etabliert haben wird.

Der Strassenstrich am Sihlquai konnte problemlos aufgehoben werden. Eine Verlagerung der Strassenprostitution an andere Orte in der Stadt Zürich oder gar in andere Regionen der Schweiz habe nicht beobachtet werden können.

Wie viele Besucher der Strichplatz bereits hatte, kann die Stadt nicht sagen. Die Autos, die über den Platz fahren, und die Boxenbesuche würden nicht gezählt. Sie schätzt aber, dass pro Abend 50 bis 100 Fahrzeuge über den Rundkurs in Altstetten fahren - je nach Wochentag und Wetter.

Eine grosse Veränderung gab es hingegen bei den Prostituierten: Pro Abend arbeiten im Durchschnitt nur noch 14 Frauen auf dem Strichplatz. Am Sihlquai waren es häufig mehr als doppelt so viele. Wo die Frauen hin sind, ist unbekannt.

Kritik von Frauenorganisationen

Frauenorganisationen und die Stadtmission schreiben in einer Mitteilung, dass die Frauen nun einfach weniger sichtbar anschaffen, etwa in Salons, Bars und Zimmern. Dadurch verschlechtere sich für die Organisationen der Zugang zu den Frauen. Sie sind mit dem Strichplatz deshalb weniger zufrieden als die Stadt.

SDA-ATS