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Eine Woche nach dem verheerenden Tornado im US-Bundesstaat Missouri hat Präsident Barack Obama das Unwetter als "nationale Tragödie" bezeichnet. "Das ist nicht nur Ihre Tragödie", sagte er bei einem Besuch in der verwüsteten Stadt Joplin am Sonntag.

"Es ist eine nationale Tragödie, und es wird darauf eine nationale Antwort geben." Durch den heftigen Tornado vom 22. Mai kamen in der 50'000-Einwohner-Stadt mindestens 142 Menschen ums Leben. 44 Menschen werden noch vermisst. Zahlreiche Häuser wurden zerstört. Es war der tödlichste Tornado in den USA seit 60 Jahren.

Obama überflog am Sonntag das zerstörte Gebiet und sah sich dann gemeinsam mit dem Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, ein verwüstetes Stadtviertel an.

Der US-Präsident schüttelte Bewohnern, die vor ihren zerstörten Häusern standen, die Hand und sprach mit ihnen. "Es wird dauern, das wieder aufzubauen, aber wir werden da sein", sagte er zu einem Bewohner. "Sie sollten sich ausruhen", sagte er zu einem an der Schulter verletzten alten Mann.

Von Europa direkt nach Joplin

Bei einer Zeremonie zum Gedenken an die Opfer in der Universität der Stadt sagte Obama, "als Präsident verspreche ich Ihnen, dass Ihr Land sie bei jedem Schritt auf diesem Weg begleitet". Obama sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. "Die Kameras werden Joplin verlassen", sagte Obama unter tosendem Applaus in der Missouri Southern State University. "Aber wir bleiben in Joplin."

2011 kamen in den USA bereits über 520 Menschen bei Wirbelstürmen ums Leben, was laut der Daten des Nationalen Wetterdienstes der USA die höchste Opferzahl in einem Jahr seit mindestens 1950 ist. Zwar gab es davor bereits Jahre mit mehr Toten, doch erst seit 1950 beruhen die Daten auf konkreten Zählungen statt auf Schätzungen.

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SDA-ATS