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Die Trauerfeier für Südafrikas Nationalhelden Nelson Mandela bringt auch alte Feinde einander näher: US-Präsident Barack Obama schüttelte am Dienstag am Rande der Zeremonie im Fussball-Stadion Soccer City in Johannesburg die Hand von Kubas Präsidenten Raúl Castro.

Castro lächelte, als Obama auf dem Weg zum Podium seine Hand ergriff. Es war das erste Mal, dass es zu solch einer Geste zwischen den Spitzenpolitikern der beiden Länder kam.

In seiner Rede kritisierte Obama jedoch kurz darauf, es gebe in der Welt weiterhin "zu viele Staatsmänner, die sich mit dem Freiheitskampf von Nelson Mandela solidarisch zeigen, aber in ihren eigenen Ländern keine Opposition dulden". Neben Castro waren unter den dutzenden Staats- und Regierungschefs aus aller Welt mehrere autoritäre Herrscher bei der Zeremonie im Stadion.

Die USA und Kuba sind seit mehr als 50 Jahren verfeindet. Seit 1961 vertritt die Schweizer Botschaft in Havanna die Interessen der USA; umgekehrt spricht die Schweiz in Washington seit 1991 für Kuba.

Im Jahr 2000 waren sich die damaligen Staatsoberhäupter Bill Clinton und Fidel Castro am Rande eines Gipfels in New York begegnet - von dem nach US-Angaben zufälligen Treffen existieren keine Bilder. Die USA bestätigten die Begegnung erst nach einem anfänglichen Dementi.

Die engen Beziehungen zwischen Mandela und Kuba gehen vor allem auf den Bürgerkrieg in Angola in den Jahren 1975 bis 1991 zurück. In diesem kämpfte und siegte Kuba gegen die südafrikanische Armee des Apartheidregimes.

Der Einsatz machte nach Ansicht Kubas und Mandelas den Frieden in Angola, die Unabhängigkeit Namibias und die politischen Reformen zur Beendigung der Rassentrennung in Südafrika erst möglich. Mandela und der langjährige Staatschef Fidel Castro standen sich seither nahe.

SDA-ATS