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Nicht für den Verkauf im Detailhandel geeignet: Ein Obstbauer in Egnach TG zeigt im September bei der Ernte Frostschäden an seinen Äpfeln der Sorte Jonagold. (Archiv)

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Die Apfelernte fällt wegen der Frostnächte im April im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent tiefer aus. Ende November wurden knapp 40'000 Tonnen Äpfel eingelagert; bei den Birnen waren es knapp 2'000 Tonnen - sogar rund 70 Prozent weniger.

Bei den Äpfeln für den Verkauf lag die Schweizer Obstbranche deutlich unter ihrer Zielgrösse. Diese liegt bei 57'000 bis 60'000 Tonnen Äpfeln, wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) am Freitag schreibt.

Einige Apfelsorten wie Elstar, Rubinette oder Cox Orange seien ausverkauft. Boskoop-Äpfel müssten schon importiert werden. Dabei fielen hohe Zölle an. Die Obstbranche geht davon aus, dass die gelagerten Schweizer Äpfel nicht bis zur nächsten Ernte im kommenden Jahr reichen werden, auch wenn einzelne Sorten in grosser Menge vorhanden seien.

Bauern fordern vorzeitige Importe

Swisscofel, der Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels, rechne damit, dass Schweizer Äpfel bereits im April ausverkauft sein könnten. Der Verband habe deshalb beim Bundesamt für Landwirtschaft einen Antrag eingereicht für ein Importkontingent von 6'000 Tonnen Äpfeln für den Zeitraum von Januar bis März 2018.

Gemäss Verordnung des Bundes seien Apfelimporte erst ab April erlaubt, schreibt der LID. Zudem liege die Höchstgrenze bei 2'500 Tonnen.

Spezial-Importe beantragt

Die Apfelbranche wartet derzeit gespannt auf den Entscheid des Bundes. 2017 sei ein absolutes Ausnahmejahr, das erfordere aussergewöhnliche Massnahmen, zitiert der LID Swisscofel-Geschäftsführer Marc Wermelinger in der Mitteilung.

Nicht alle Regionen waren im April gleich hart vom Frost getroffen. Gemäss den LID erzielten die Obstbauern in der Waadt gute Erträge in diesem Apfeljahr. Im Wallis fiel die Ernte dank der Frostberegnung nur leicht unterdurchschnittlich aus.

Kurzarbeit in der "Obsthalle" Sursee

In der Ost-und Zentralschweiz war die Apfelernte 2017 dagegen unterdurchschnittlich. Wegen der schlechten Apfel- und Birnenernte in der Region wird der Agrarkonzern Fenaco in seiner "Obsthalle" in Sursee während sechs Monaten Kurzarbeit für 35 Angestellte einführen.

Die Arbeiten im Tafelobstbereich werden von Februar bis Juli 2018 eingestellt. Der Kanton Luzern hat das Gesuch für Kurzarbeit bereits im Oktober bewilligt.

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SDA-ATS