Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Nach Zürich und Bern (Bild) luden die Organisatoren des "Marsch fürs Läbe" dieses Jahr nach Obwalden - zwei Gemeinden stellen sich dagegen. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Die beiden Obwaldner Gemeinden Kerns und Sachseln haben den Organisatoren des "Marsch fürs Läbe" die Bewilligung für einen geplanten Gebetsmarsch am Betttag verwehrt. Die Abtreibungsgegner reichten dagegen Rekurs ein beim Obwaldner Regierungsrat.

Am 17. September hätten die Veranstalter, die Abtreibungen und Sterbehilfe ablehnen, einen Gebetsmarsch organisieren wollen. Der "8. Marsch fürs Läbe" war bei der Kapelle Bethanien in St. Niklausen OW und auf dem Openair-Feierplatz bei der Kapelle Flüeli OW geplant.

Vom örtlichen Wallfahrtssekretariat habe man ursprünglich grünes Licht erhalten, sagte OK-Präsident Daniel Regli auf Anfrage der sda. Zudem habe man eingewilligt, die Teilnehmerzahl zu beschränken. Doch unter Hinweis auf zu befürchtende Störungen durch externe Gruppierungen und einen deshalb nötigen Polizeiaufwand hätten die beiden Gemeinden die Benutzung des öffentlichen Grundes untersagt. Dagegen haben die Organisatoren am Mittwoch Rekurs eingelegt.

Das Gesuch sei unter Berufung auf das Ruhetagsgesetz des Kantons abgelehnt worden, erklärt Florian Spichtig, Vizegemeindepräsident von Sachseln. Am Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag seien Grossveranstaltungen nur in Ausnahmen zu bewilligen. Für einen anderen Tag habe man eine allfällige Bewilligung übrigens offengelassen.

Notfallszenarien

Aus Erfahrung von früheren Auflagen des "Marsch fürs Läbe" müsse davon ausgegangen werden, dass es zu einem Grossanlass kommen würde. So haben die Organisatoren laut eigenen Angaben 11'000 Flyer verteilt. "Am Betttag erwarten wir sowieso hunderte Besucher. Das Flüeli soll aber ein Ort der Ruhe sein", begründet Spichtig.

Ob der Marsch als Grossanlass eingestuft wird, liegt nun bei der Obwaldner Regierung, die den Rekurs behandeln muss. OK-Präsident Regli sagt: "Wir hoffen auf den Regierungsrat, haben aber Notfallszenarien bereit."

Zu früheren Kundgebungen der Bewegung in Bern und in Zürich marschierten oft über tausend Personen aus christlichen und rechtskonservativen Kreisen auf. Die Polizei war jeweils mit einem Grossaufgebot präsent. Es kam zu Gegenkundgebungen und Störaktionen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS