Navigation

Ölaustritt offensichtlich schlimmer als in BP-Schätzung

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 22:15 publiziert
(Keystone-SDA)

Venice - In den Golf von Mexiko tritt offensichtlich mehr Öl aus als bisher vom britischen Konzern BP geschätzt. Das geht aus Live-Videos vom Hauptleck am Meeresboden hervor, die im Internet zu sehen sind.
Danach sprudelt es aus dem abgerissenen Steigrohr in 1500 Meter Tiefe weiter heftig, obwohl es nach BP-Angaben mittlerweile gelingt, täglich etwa 700 Tonnen Rohöl direkt aus dem Leck abzusaugen und auf ein Bohrschiff zu leiten.
700 Tonnen - das entspricht den bisherigen BP-Schätzungen von der Gesamtmenge, die vor dem Aufsaugen täglich aus zwei Lecks ins Meer gelangt sind. Eine Reihe von Wissenschaftlern hatte bereits seit Tagen massive Zweifel daran geäussert, dass die BP-Schätzungen akkurat sind.
Der demokratische Kongressabgeordnete Edward Markey, auf dessen Initiative hin das Live-Video ins Internet gestellt wurde, sieht sich nunmehr darin bestätigt, "dass den Angaben von BP nicht zu trauen ist".
Die US-Umweltbehörde EPA forderte BP nach Medienberichten am Donnerstag auf, eine bisher unter Wasser verwendete Chemikalie zum Zersetzen des Öls nicht mehr einzusetzen. Dafür wurde dem Konzern eine Frist von 72 Stunden eingeräumt.
Bereits bis Mitternacht (6 Uhr MESZ am Freitagmorgen) sollte BP der EPA eine weniger giftige Alternative zum bisher verwendeten Mittel Corexit 9500 nennen, hiess es weiter. Die Behörde wolle dann prüfen, ob diese Chemikalie verwendet werden darf.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?