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Offensive der syrischen Truppen in Homs

In der drittgrössten syrischen Stadt Homs spitzt sich die Lage dramatisch zu. Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad weiteten am Wochenende ihre Militäroffensive auf die Oppositionshochburg aus und drängten die Rebellen immer weiter zurück.

Die Regimegegner appellierten an die internationale Staatengemeinschaft und forderten eine Flugverbotszone. "Syrien läuft Gefahr auseinanderzubrechen, jetzt wo Assads Truppen mit Unterstützung des Iran, Russlands und der Hisbollah-Milizen eine heftige Offensive in der Stadt Homs begonnen haben", erklärte die Nationale Syrische Koalition.

Das Oppositionsbündnis rief die Kontaktgruppe der Freunde Syriens auf, Militärstützpunkte der Regierungstruppen anzugreifen. Eine Militärintervention in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Konflikt schliesst die Gruppe bislang aus.

Mindestens drei Tote bei Luftangriff auf Altstadt

Am Sonntag starben bei einem Luftangriff auf die Altstadt von Homs nach Angaben der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter eine Frau und zwei Kinder.

Die Regierungstruppen hatten am Samstag begonnen, die von den Rebellen kontrollierten Viertel der Stadt anzugreifen. Nach Angaben syrischer Medien, die der Opposition nahestehen, wurden dabei mindestens 31 Soldaten und Kämpfer von Milizen, die auf Seiten des Regimes kämpfen, getötet.

Am 5. Juni hatten die Regierungstruppen und die Hisbollah bereits die nahe gelegene und strategisch wichtige Stadt Al-Kusair erobert. Dieser militärische Erfolg des Regimes markierte eine Wende im syrischen Bürgerkrieg zugunsten der Führung in Damaskus.

Homs liegt wie Al-Kusair nahe der Grenze zum Libanon und gehörte zu den ersten Städten, die sich gegen das Assad-Regime erhoben. Der Aufstand gegen die syrische Führung hat seit seinem Beginn im März 2011 nach UNO-Schätzungen mehr als 93'000 Menschen das Leben gekostet.

Deutsche Helfer verschleppt

Am Wochenende wurde zudem bekannt, dass in Syrien drei deutsche Helfer der Organisation Grünhelme entführt worden waren. Die Männer wurden bereits in der Nacht zum 15. Mai im Ort Harem in der Region Idlib verschleppt, wie die Organisation auf ihrer Internetseite mitteilte.

Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte am Samstag, dass drei deutsche Staatsbürger in Syrien vermisst werden. Bei den Entführten handelt es sich nach Angaben der Organisation Grünhelme um einen Industriemechaniker, einen Bautechniker und einen Ingenieur, der erst wenige Tage zuvor in der Region eingetroffen sei.

Wochenlange Bemühungen um eine Freilassung der Mitarbeiter seien bislang erfolglos geblieben, erklärte die Organisation.

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