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In den Aufgeboten für das Unspunnenfest vom 27. August fehlen die Namen vieler verdienter Schwinger. Auch Arnold Forrer wird nicht zu sehen sein. Der Schwingerkönig von 2001 bricht seine Saison ab.

Noch vor dem Bergkranzfest auf der Schwägalp vom nächsten Sonntag hat Forrer erklärt, dass er heuer keine Wettkämpfe mehr bestreiten werde. Der Toggenburger, mit 145 Kränzen Rekordhalter, fühlt sich nicht stark genug, um gegen die Spitzenleute der andern Teilverbände bestehen zu können.

Bei den Bergfesten auf dem Stoos und der Rigi, am Glarner-Bündner und Schaffhauser Kantonalen oder auf dem Ricken klassierte er sich bei teilweise schwacher Konkurrenz jeweils im Mittelfeld. Nach einem geglückten Saisonstart am Thurgauer Kantonalen, an dem er Zweiter wurde, baute Forrer in den letzten Wochen kontinuierlich ab. "Mir fehlen nach den Hüftproblemen im Winter die Substanz und das Stehvermögen, damit ich sechs Gänge durchziehen könnte. So ist es nicht sinnvoll, in der jetzigen Form an den Saisonhöhepunkten zu starten", sagt Forrer, der im Oktober 39 Jahre alt wird.

Forrer gönnt sich nun bis im November eine Ruhe- und Regenerationspause. Am Ziel, bis zum Eidgenössischen 2019 in Zug weiterzuschwingen und die Marke von 150 Kränzen zu erreichen, ändert der Saisonabbruch laut dem Ostschweizer nichts.

Schuler, Laimbacher, Grab

Im Aufgebot der Innerschweizer für den Unspunnenschwinget in Interlaken, das Highlight der Saison, fehlen nebst Bruno Nötzli, dem Sieger des Luzerner Kantonalfests, und dem während Monaten verletzten jungen Eidgenossen Pirmin Reichmuth auch die drei renommierten Routiniers Christian Schuler, Philipp Laimbacher und Martin Grab.

Die drei sehr erfolgreichen Schwinger im Alter von 29 (Schuler), 34 (Laimbacher) und 38 Jahren (Grab) müssen auf einen Start am Saisonhöhepunkt in Interlaken verzichten. Sie haben sich während fast der ganzen Saison mit den verschiedensten Verletzungen herumgeschlagen.

Christian Schuler erklärte im Mai seine Saison für beendet, nachdem er am Ob- und Nidwaldner Fest eine ernsthafte Knieverletzung und eine Rippenverletzung erlitten hatte. Dank einer besonderen Therapie kam er viel früher wieder auf die Beine, als er erwartet hatte. Den Chilbischwinget Alpthal in Einsiedeln vom letzten Sonntag nutzte der Rothenthurmer als Härtetest. An dem mässig besetzten Anlass gewann er aber nur drei der sechs Gänge. Er spürte, dass er noch nicht wieder stark genug ist, um in Interlaken reelle Chancen auf einen vorderen Platz zu haben.

Martin Grab konnte - mit reduzierten körperlichen Möglichkeiten - fast die ganze Saison bestreiten. Nur an den Kantonalfesten von Schwyz und Zug holte er den Kranz. Die Ergebnisse waren meistens enttäuschend für einen Schwinger, der in seiner Karriere an zwei Festen mit eidgenössischem Charakter (Expo-Schwinget 2002, Unspunnen 2006) triumphiert hatte. Wie für Schuler war auch für Grab die Absage für Interlaken logisch. Zudem hätte er mit seinen Leistungen grösste Mühe gehabt, es ins 33-köpfige Innerschweizer Aufgebot zu bringen. Philipp Laimbacher wird nach der Saison möglicherweise zurücktreten. Auch er hatte nach einer Verletzung den Wettlauf mit der Zeit verloren.

Mit der Abwesenheit von Forrer, Laimbacher, Grab und Christian Schuler verliert das Unspunnenfest die Reputation und das Palmarès von 22 eidgenössischen Kränzen. In dieser betrüblichen Rechnung ist der schon seit längerem feststehende Ausfall des verunfallten Schwingerkönigs Matthias Glarner nicht einmal enthalten.

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SDA-ATS