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Das Hauptquartier der OPCW in Den Haag - die Organisation erinnerte anlässlich des jüngsten Giftgasangriffs in Syrien daran, dass Chemiewaffen noch immer eine Bedrohung darstellten. (Archiv)

KEYSTONE/AP/PETER DEJONG

(sda-ats)

Unter dem Eindruck des jüngsten Giftgasangriffs in Syrien hat die Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) an ihre Gründung vor 20 Jahren erinnert. Politiker und Diplomaten verurteilten am Mittwoch in Den Haag den Angriff vom 4. April.

Sie forderten die Verfolgung der Verantwortlichen. OPCW-Generaldirektor Ahmet Üzümcü sagte bei der Feierstunde: "Wir sind sehr besorgt über den wiederholten Einsatz von Chemiewaffen in Syrien."

In Syrien war in Chan Scheichun in der Provinz Idlib nach Untersuchungen der OPCW das Nervengas Sarin oder eine ähnliche Substanz eingesetzt worden. Mehr als 80 Menschen wurden getötet.

"Die Welt war entsetzt", sagte der niederländische Aussenminister Bert Koenders. Der Angriff von Syrien zeige, dass Chemiewaffen trotz grosser Fortschritte noch immer eine Bedrohung darstellten. An der Feierstunde nahmen auch der niederländische König Willem-Alexander und die schwedische Kronprinzessin Victoria teil.

Die Konvention zur Abschaffung der Chemiewaffen war am 29. April 1997 in Kraft getreten. Sie wurde bislang von 192 Staaten unterzeichnet, Ägypten, Israel und Nord-Korea gehören nicht dazu. 95 Prozent der Chemiewaffenbestände wurden vernichtet. Die OPCW war 2013 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

SDA-ATS

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