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Opferzahl der schweren Wirbelstürme in den USA steigt weiter

Nach der schlimmsten Tornadoserie in den USA seit vier Jahrzehnten ist das vollständige Ausmass der Katastrophe weiter nicht absehbar. Nach Behördenangaben vom Freitag stieg die Zahl der Toten, die durch die Wirbelstürme ums Leben kamen, auf 303 Menschen; weitere zehn Menschen starben bei Überschwemmungen.

Allein im US-Bundesstaat Alabama starben nach vorläufigen Angaben 210 Menschen, mehr als 1700 weitere wurden verletzt, bis zu eine Million Menschen blieb nach den Stürmen ohne Strom. Orte wie Tuscaloosa, wo die Behörden 36 Tote bestätigten, wurden geradezu ausradiert.

Wer den "Pfad der Zerstörung" sehe, könne "kaum glauben, wie irgendjemand das überlebt haben kann", sagte Bürgermeister Walter Maddox dem Nachrichtensender CNN.

Rettungskräfte und Soldaten suchten am Freitag weiter nach Verschütteten. Die Behörden befürchteten weitere Todesopfer, nachdem die Einsatzkräfte unter den Trümmern immer wieder Leichen bargen. Ganze Häuser, Geschäfte und Schulen wurden dem Erdboden gleichgemacht. Auf einem Parkplatz in Tuscaloosa wurden 20 Autos zertrümmert und teils aufeinander getürmt.

Mittwoch sei der schlimmste Tag gewesen, an den er sich erinnern könne, sagte der Gouverneur von Mississippi, Haley Barbour, CNN. Dort kamen nach bisherigen Angaben 33 Menschen ums Leben. Auch in den Bundesstaaten Tennessee, Georgia, Arkansas, Virginia, Missouri und Kentucky fielen zahlreiche Menschen den Tornados zum Opfer. Von Oklahoma bis Georgia wurde der Notstand ausgerufen.

Obama verspricht Hilfe

US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle reisten am Freitag nach Alabama, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. "Ich habe noch nie eine derartige Verwüstung gesehen", sagte Obama in der besonders schwer zerstörten Stadt Tuscaloosa in Alabama. "Wir werden sicherstellen, dass ihr nicht vergessen werdet."

Die Regierung in Washington könne zwar nicht jene zurückbringen, die ihr Leben verloren hätten, "sie sind an Gottes Seite". Aber eines könne man tun: "Wir werden diesen Gemeinden beim Wiederaufbau helfen."

Obama kam auch mit dem Gouverneur von Alabama, Robert Bentley, zusammen. Allein in diesem Bundesstaat starben weit über 200 Menschen. Bentley betonte, die Schäden seien so enorm, dass es wahrscheinlich noch Tage dauern werde, bis das Ausmass der Katastrophe abzuschätzen sei. Mehr als 10'000 Menschen sind obdachlos, 1700 wurden verletzt.

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