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Nach der Absage ihres Präsidenten Viktor Janukowitsch an ein Assoziierungsabkommen mit der EU haben am Freitagabend erneut rund 5000 Ukrainer in Kiew demonstriert. Sie forderten den Rücktritt des Staatschefs.

Die von Oppositionspolitikern unterstützten Regierungskritiker riefen "Revolution" und lieferten sich nach Agenturberichten vereinzelt Handgemenge mit der Bereitschaftspolizei.

Bei der Kundgebung verlas die Aktivistin Ruslana Lyschischko eine Resolution: "Wir fordern Janukowitschs Rücktritt", hiess es darin. "Wir erklären, dass wir weiter für eine europäische Ukraine kämpfen." Neben ihr standen die Oppositionsführer Arseni Jazenjuk und Vitali Klitschko.

Die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko hatte die Studenten des Landes in einem Brief aufgefordert, gemeinsam mit den Regierungsgegnern Janukowitsch zum Rücktritt zu zwingen.

Schon zuvor hatten zehntausende Bürger am Freitag mit einer symbolischen Menschenkette von Kiew bis zur polnischen Grenze ihren Wunsch nach einer Annäherung der Ukraine an die EU kundgetan. Alleine in Lemberg (Lwiw) hätten sich 20'000 Menschen die Hand gereicht, erklärten die Organisatoren.

Trotz der seit Tagen fortdauernden pro-europäischen Massenproteste hatte Präsident Janukowitsch auf dem EU-Gipfel zur Ostpartnerschaft am Donnerstag und Freitag das Abkommen nicht unterzeichnet. "Der Präsident hat das Schicksal und die Zukunft der Ukraine verkauft", sagte Jazenjuk, der zu dem Gipfel in die litauische Hauptstadt Vilnius gereist war, vor seiner Rückkehr nach Kiew.

SDA-ATS