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Das organisierte Verbrechen bedroht die Sicherheit und den Frieden in vielen fragilen Staaten. Eine neue Studie zeigt, dass die UNO-Friedensoperationen nicht gerüstet sind, dagegen anzutreten.

Wie der sprichwörtliche Elefant im Raum werde das organisierte Verbrechen bei UNO-Friedenseinsätzen behandelt, befinden die Autoren einer neuen Studie des International Peace Institutes (IPI) in New York: Es sei unmöglich, ihn zu übersehen, aber zugleich sei er zu gross, um sich mit ihm befassen zu können.

Der Bericht "Der Elefant im Raum: Wie können Friedensoperationen gegen das organisierte Verbrechen vorgehen?" wurde im IPI vorgestellt. Die Schweiz initiierte die Studie und finanzierte sie mit. Bei der Präsentation am Freitag in New York vertrat Thomas Grehminger, Botschafter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), das Land.

"Das langjährige Engagement der Schweiz zur Schlichtung von Konflikten hat uns gezeigt, dass das organisierte Verbrechen die Friedensbemühungen massiv unterminieren kann," sagte Grehminger der Nachrichtenagentur SDA am Freitag in New York.

Banden lähmen Friedensprozesse

Es sei darum entscheidend, dass der Kampf gegen die Kriminalität systematisch in die Strategie von Friedensmissionen integriert werde. Von den 28 gegenwärtig laufenden UNO-Friedensbemühungen haben weniger als die Hälfte ein Mandat, das eine Strategie gegen das organisierte Verbrechen beinhaltet.

Von Afghanistan zu Kosovo, von Mali bis Somalia würden die Friedensbemühungen aber von organisierten Kriminellen vehement gestört, legten die Autoren dar. Mit Menschen-, Drogen- und Waffenhandel sowie Schmuggel lähmen internationale Banden die Friedensprozesse vielerorts.

Um dagegen vorzugehen, empfehlen die Autoren der Studie vor Einsätzen eine grundlegende Analyse der Bedrohungen und der Konfliktpotentiale in einer Region. Kenntnis des regionalen Marktes und der Akteure, die daran teilhaben, sei unerlässlich.

Kontakte zu Wirtschaft und Politik

Untersucht müssten auch die Verbindungen der Politik und der Privatwirtschaft zu Verbrechen werden. Die Friedenshelfer müssen in Zukunft gemäss der Studie im Erkennen und Analysieren von Bedrohungen durch organisiertes Verbrechen geschult werden.

Dazu soll nach Ansicht der Autoren ein Expertengremium zusammengestellt werden, das der UNO bei der Einschätzung der Situation behilflich ist. Die Experten könnten über ein existierendes Netzwerk von Interpol in die UNO-Feldeinsätze eingespeist werden, raten die Autoren.

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SDA-ATS