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Mehrere hundert Menschen haben am Montag an Ostermärschen der Friedensbewegung in Bern und in der Bodenseeregion teilgenommen. In Bern stand die Veranstaltung unter dem Motto "Stopp der wirtschaftlichen Gewalt - Rohstoffe zum Leben".

Wo Rohstoffe abgebaut würden, regiere vielerorts nackte Gewalt, schreiben die Veranstalter auf ihrer Internetseite und auf Flyern. Menschen würden unterdrückt, ausgebeutet und vertrieben. Dagegen wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ostermarsches dieses Jahr ein Zeichen setzen.

Statt wirtschaftlicher Gewalt brauche es Frieden, nachhaltige Alternativen, gleiche Rechte und ein gutes, würdiges Leben für alle.

Schlaglichter auf Südamerika und Afrika

Die Kolumbianerin Angelica Ortiz vom Volk der Wayuu machte auf Probleme mit einer Kohlemine in ihrem Land aufmerksam. Der Minenkonzern plane Expansionsschritte, die unter anderem die Umleitung eines Flusses zur Folge hätten. Ein Fluss, der in dieser trockenen Region von unschätzbarem Wert für die Bevölkerung sei.

Immer wieder würden Menschen aus der Gegend vertrieben, kritisierte Ortiz. Sie müssten unter Zwang Haus und Land verkaufen. Ganze Dörfer seien so schon ausgelöscht worden.

Beat Dietschy von der Organisation Brot für alle beleuchtete das Vorgehen internationaler Konzerne in der Demokratischen Republik Kongo. Diese verschmutzten mit ihren Projekten die Umwelt und verletzten Menschenrechte. Auch Firmen mit Sitz in der Schweiz gehörten dazu.

Marsch entlang der Aare

Rund 200 Kundgebungsteilnehmende versammelten sich am Mittag an der Aare in Bern. Sie wanderten dem Fluss entlang in Richtung Innenstadt. Unterwegs schlossen sich dem Zug weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Schätzungsweise 400 bis 500 Personen fanden sich schliesslich auf dem Münsterplatz zur Schlusskundgebung ein.

Der Berner Ostermarsch wird von zahlreichen Organisationen und von Kirchen unterstützt. Dazu gehören etwa die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) oder die Erklärung von Bern. Der Ostermarsch in Bern fand erstmals 2003 statt, damals als Protest-Aktion gegen die US-Invasion im Irak.

Anlass am Bodensee

Zu einer Veranstaltung für den Frieden trafen sich am Morgen des Ostermontags auch rund 250 Aktivisten in Steinach SG am Bodensee. Wie das Organisationskomitee mitteilen liess, richtete sich der Anlass gegen den NATO-Einsatz in Afghanistan sowie gegen Schweizer Firmen, die mit Lieferungen den Einsatz unterstützen.

Unter den Aktivisten befand sich auch der frühere Grüne Nationalrat Jo Lang. In einer Rede forderte er das Ende der Schweizer Waffenexporte in die Krisengebiete des Nahen und Mittleren Ostens. Damit unterstütze die Schweiz "unsinnige Kriege".

SDA-ATS