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Fahrzeuge der Beobachtermission der OSZE nördlich von Donezk in der Ostukraine. Am Sonntag wurde ein OSZE-Beobachter getötet, als ein OSZE-Fahrzeug auf eine Mine fuhr. (Archiv)

Keystone/MANUEL LOPEZ

(sda-ats)

Ein OSZE-Beobachter ist laut Österreichs Aussenminister Sebastian Kurz am Sonntag in der Ukraine getötet worden. Ein weiteres Mitglied sei verletzt worden, teilte der aktuelle Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa auf Twitter mit.

Das Auto der Beobachter sei bei einem Einsatz im Separatistengebiet Luhansk über eine Landmine gefahren und habe eine Explosion ausgelöst, meldete die Agentur Interfax. Beim Toten handle es sich um einen Amerikaner, die verletzte Person sei eine Frau aus Deutschland, sagte ein Sprecher des österreichischen Aussenministeriums der Nachrichtenagentur dpa in Wien.

"Der Tod eines Kollegen ist ein Schock für die ganze OSZE", schrieb Kurz auf Twitter. Der konservative Politiker forderte volle Aufklärung. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Ortschaft Prischib nordwestlich der Grossstadt Luhansk. Die Aufständischen machten die ukrainische Armee für den Vorfall verantwortlich. Aus Kiew lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Brüchige Waffenruhe

Die OSZE beobachtet den Konflikt im Donbass zwischen ukrainischem Militär und prorussischen Separatisten mit fast 600 Mitarbeitern. Seit Anfang April war es nach einer Waffenruhe zum Osterfest etwas ruhiger im Frontbereich geworden. Dennoch gab es fast täglich Berichte über Kämpfe. In den vergangenen Jahren hatte die OSZE vereinzelt über Beschuss ihrer Beobachter im Kriegsgebiet berichtet.

Die Umsetzung eines unter Vermittlung Deutschlands ausgehandelten Friedensplans kommt seit Monaten nicht voran. Teil des Plans ist auch der Abzug schwerer Waffen von der Front, den die OSZE unter anderem überwachen soll.

Seit Beginn des Konflikts im April 2014 wurden nach UNO-Angaben rund 10'000 Menschen getötet. Die EU wirft Moskau die Unterstützung der Rebellen vor und verhängte wegen der Ukraine-Krise umfassende Sanktionen gegen Russland.

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SDA-ATS