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In der Elfenbeinküste stehen die Truppen des international anerkannten Wahlsiegers Alassane Ouattara vor dem entscheidenden Schlag gegen den im November abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo. Seine Einheiten erlitten am Donnerstag schwere Niederlagen.

Ouattaras Anhänger nahmen den weltweit grössten Kakao-Exporthafen San Pedro ein und erreichten Vororte der Metropole Abidjan. Der Chef der Gbagbo-treuen Streitkräfte, Philippe Mangou, flüchtete in Abidjan in die Residenz der südafrikanischen Botschaft.

Dies bestätigte die südafrikanische Regierung in Pretoria am Donnerstag. Der Armeechef war bis zuletzt loyal zum amtierenden Präsidenten Gbagbo gewesen. Der General sei am Mittwochabend mit seiner Frau und seinen Kindern in die Botschaft gekommen, hiess es.

Nach Berichten französischer Medien sollen sich weitere Generäle zu den Südafrikanern geflüchtet haben. In Abidjan hat Ouattara, der von der Wahlkommission zum Sieger der Präsidentenwahl im November erklärt wurde, sein Hauptquartier. Gbagbo weigert sich trotz Sanktionen, die Macht zu übergeben.

"Die Kämpfer von (Ouattaras) FRCI haben die Kontrolle über die Stadt", sagte ein Augenzeuge in einem Telefongespräch aus San Pedro. Abgesehen von gelegentlichen Schusswechseln sei es ruhig. "Gbagbos Soldaten werfen ihre Uniformen und Waffen weg und fliehen", sagte der Mann, der im Hafen von San Pedro arbeitet.

Gbagbo zunehmend isoliert

Zuvor hatten Ouattaras Truppen bereits in einem überraschend schnellen Vormarsch die Hauptstadt Yamoussoukro unter ihre Kontrolle gebracht. Der Chef der UNO-Mission UNOCI, Choi Young Jin, sagte dem Fernsehsender France Info, 50'000 bewaffnete Polizisten und Gendarmen hätten Gbagbo "verlassen".

Dieser habe nur noch um den Präsidentenpalast in Abidjan und seine Residenz herum postierte "Spezialkräfte" zur Verfügung. In der Metropole der Elfenbeinküste wächst bei der Bevölkerung die Furcht, zwischen die Fronten zu geraten.

"Viele Menschen sind heute in Abidjan nicht zur Arbeit erschienen, die meisten Geschäfte sind geschlossen", berichtete ein französischer Journalist aus der Metropole. Es herrsche Angst. Wer könne, verlasse die Stadt. In Abidjan lebende Franzosen berichteten, die Lage in der Stadt sei sehr angespannt.

Die meisten Geschäfte seien geschlossen. In einer Polizeikaserne seien Schüsse zu hören gewesen. Laut übereinstimmenden Quellen waren in einem Viertel im Süden der Stadt nach Plünderungen französische Soldaten der 900 Mann starken Mission "Licorne" im Einsatz. Sie sollen vor allem Ausländer vor Angriffen schützen.

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SDA-ATS