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Die wichtigsten Palästinensergruppen haben sich am Samstag im Gazastreifen für eine neue Waffenruhe mit Israel ausgesprochen. Nach den Konfrontationen der vergangenen Tage machten sie jedoch zur Bedingung, dass auch Israel seinen Willen zum Frieden bekunden müsse.

Dies sagte Ismael Radwan von der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Das Treffen in Gaza war nach Teilnehmerangaben von der radikal-islamischen Hamas einberufen worden, um über die jüngste Eskalation an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen zu diskutieren.

Aus dem Umfeld der Beratungen verlautete, es gehe darum, "nach einer Serie israelischer Aggressionen wieder Stabilität und Ruhe in Gaza einkehren zu lassen".

Der Nahost-Konflikt hatte sich in den vergangenen Tagen wieder zugespitzt. Sowohl die Raketen- und Granatenangriffe aus dem Gazastreifen als auch Vergeltungsangriffe der israelischen Luftwaffe nahmen wieder zu.

Zudem wurde in Jerusalem zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder ein Bombenanschlag verübt, durch den am Mittwoch eine Frau starb und rund 30 weitere Menschen verletzt wurden. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte danach Vergeltung angekündigt.

Auch am Samstagmorgen wurden aus dem Gazastreifen wieder zwei Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Dabei wurde nach Angaben der israelischen Armee ein Haus zerstört, jedoch niemand verletzt. Im Gazastreifen wurden Teile einer Fabrik durch eine Explosion beschädigt, für die örtliche Behördenvertreter Israel verantwortlich machten. Das israelische Militär wies die Anschuldigung jedoch zurück.

Reise von Abbas nach Gaza steht an

Palästinenserpräsident Abbas kam in Ramallah im Westjordanland mit Vertretern der Hamas zusammen. Seine mit der Hamas zerstrittene Fatah-Partei hatte ihre Teilnahme an dem Treffen im Gazastreifen in letzter Minute abgesagt. Nach den Worten eines Hamas-Vertreters verlief das Treffen in Ramallah jedoch "sehr positiv".

"Innerhalb der kommenden Tagen" solle ein von Abbas zugesagter Besuch im Gazastreifen vorbereitet werden. Auch ein Vertreter der Fatah, der Parlamentarier Assam al-Ahmad, sprach von einem "positiven" Treffen.

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SDA-ATS