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Bei einem Tränengas-Einsatz der israelischen Streitkräfte im Westjordanland ist am Freitag ein acht Monate alter palästinensischer Junge erstickt. Das gab das palästinensische Gesundheitsministerium bekannt.

Das palästinensische Kleinkind starb in Bethlehem im Haus seiner Familie. Der kleine Junge sei erstickt, nachdem von der israelischen Armee abgefeuertes Tränengas in das Haus eingedrungen sei, erklärte das palästinensische Gesundheitsministerium. Israelische Soldaten hatten das Tränengas bei Zusammenstössen mit palästinensischen Jugendlichen abgefeuert.

Es war zunächst unklar, ob eine Tränengas-Granate in das Haus der Familie des kleinen Ramadan Thawabteh fiel oder ob das Gas von aussen in das Haus eindrang.

Im Westjordanland und im Gazastreifen kommt es seit fast einem Monat ständig zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen israelischen Soldaten und steinewerfenden palästinensischen Jugendlichen. Die Soldaten schiessen mit Tränengas, Gummigeschossen oder scharfer Munition zurück. Am Freitag gab es erneut dutzende Verletzte, darunter etwa 50 im Gazastreifen. Auch in Ramallah und Hebron kam es erneut zu Zusammenstössen.

In Jerusalem hatte sich die Lage zuletzt leicht beruhigt, nachdem die Sicherheitsmassnahmen massiv verstärkt worden waren. Am Freitag griff dort aber ein Palästinenser einen US-Touristen an und verletzte diesen leicht mit einem Messer. Nach Polizeiangaben wurde der aus Ost-Jerusalem stammende 23-jährige Täter von Sicherheitskräften erschossen.

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SDA-ATS