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Papst Franziskus beklagt bei Besuch in Peru Korruption

"Umweltverschmutzende Korruption": Papst Franziskus fordert von Institutionen und Unternehmen mehr Transparenz.

KEYSTONE/AP NY/CLIFF OWEN

(sda-ats)

Papst Franziskus hat in Peru vor "umweltverschmutzender Korruption" gewarnt. Sie verseuche allmählich das gesamte lebenswichtige Gefüge, sagte Franziskus am Freitag bei einer Ansprache vor dem Regierungspalast in Lima.

Anschliessend wurde der Pontifex von Staatschef Pedro Pablo Kuczynski empfangen. Mehrere führende Politiker Perus sind in den Korruptionsskandal um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht verwickelt.

Kucyznski entging vor einem Monat knapp der Amtsenthebung. Ihm war vom Parlament mangelnde Transparenz bei Geschäften mit Odebrecht vorgeworfen worden. Sein Vorgänger Ollanta Humala sitzt wegen mutmasslicher Korruption in Untersuchungshaft. Der ehemalige Präsident Alejandro Toledo ist flüchtig. Gegen zwei weitere ehemalige Staatschefs, Alan García und Alberto Fujimori, wird ermittelt.

"Wie viel Übel bereitet dieses gesellschaftliche "Virus" unseren lateinamerikanischen Völkern und den Demokratien dieses gesegneten Kontinents", sagte der Papst. Die Armen und die Natur seien die am stärksten durch die Korruption Benachteiligten. Franziskus forderte Transparenz von öffentlichen Institutionen, privaten Unternehmen und Zivilgesellschaft.

Das katholische Kirchenoberhaupt will zum Abschluss seiner sechsten Lateinamerikareise am Samstag eine Messe im nordperuanischen Trujillo halten und am Sonntag mit den peruanischen Bischöfen in Lima zusammenkommen.

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