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Patricia Espinosa (links) ist seit diesem Jahr als Chefin des UNO-Klimasekretariats im Amt - und hat bereits Grund zur Freude. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA EFE/JOSE LUIS CEREIJIDO

(sda-ats)

Nicht einmal ein Jahr nach der Pariser Klimakonferenz ist das dort vereinbarte globale Abkommen zur Bekämpfung der Erderwärmung am Freitag in Kraft getreten. Die internationale Gemeinschaft hatte sich am 12. Dezember 2015 auf das Abkommen verständigt.

Damit soll die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden. Für das Inkrafttreten des Abkommens mussten mindestens 55 Länder, die für mindestens 55 Prozent des Treibhausgasausstosses verantwortlich sind, die Vereinbarung ratifizieren.

Regierungen wie auch Umweltorganisationen hatten mit einem mehrjährigen Prozess gerechnet. Stattdessen verkündete die UNO bereits Anfang Oktober, dass es genügend Ratifizierungen gebe und das Abkommen daher nach 30 Tagen offiziell in Kraft trete.

Patricia Espinosa, Chefin des UNO-Klimasekretariats, und der marokkanische Aussenminister Salaheddine Mezouar würdigten den Schritt in einer Mitteilung als "Wendepunkt in der Geschichte gemeinsamer menschlicher Bemühungen", die "existenzielle Gefahr des unkontrollierten Klimawandels" zu bewältigen. In den kommenden 15 Jahren müsse der Ausstoss von Treibhausgasen so deutlich wie nie zuvor reduziert werden.

Über 190 Unterzeichner

Hilfs- und Umweltorganisationen feiern das Inkrafttreten des Abkommens als Meilenstein in der Klimadiplomatie, fordern aber von der Politik auch eine rasche und ehrgeizige Umsetzung der Ziele. Bislang haben 94 Staaten den Vertrag ratifiziert.

Ab dem 7. November kommen Regierungsvertreter aus aller Welt in Marrakesch zur nächsten Weltklimakonferenz zusammen, um über die Umsetzung des Abkommens zu beraten. Dabei geht es um die Wege zur Zielerreichung.

Über 190 Staaten, darunter die Schweiz, hatten sich beim Pariser Klimagipfel im Dezember 2015 dazu verpflichtet, die globale Erwärmung auf "deutlich unter zwei Grad" oder besser noch auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Inselstaaten könnten verschwinden

Die Vertragsstaaten sind verpflichtet, nationale Pläne zum Klimaschutz vorzulegen, die immer ehrgeiziger werden sollen. Die bisher angekündigten Anstrengungen reichen bei weitem nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu schaffen.

Selbst wenn dies gelingt, werden Klimaforschern zufolge Wetterextreme wie Dürren, Fluten und Stürme zunehmen. Schmelzende Gletscher werden den Meeresspiegel ansteigen lassen. Einige Inselstaaten könnten von der Landkarte verschwinden.

Dem Vertragstext von Paris zufolge sollen die Industriestaaten ärmeren und von der Erderwärmung besonders betroffenen Ländern beim Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen des Treibhauseffekts helfen. Von 2020 bis 2025 sollen die Industriestaaten jährlich 100 Milliarden Dollar dafür bereitstellen. Für die Jahre danach soll es ein neues, höheres Ziel geben. Andere Länder "werden darin bestärkt", sich "freiwillig" an der Finanzierung zu beteiligen.

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SDA-ATS