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Parlamentarier wollten sich bei Bilderberg-Konferenz einschleichen

Zwei Italiener haben am Donnerstagnachmittag versucht, unerlaubt ins Tagungshotel der Bilderberg-Konferenz in St. Moritz zu gelangen. Laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA soll es sich bei einem von ihnen um den EU-Parlamentarier der Lega Nord Mario Borghezio gehandelt haben.

Die Kantonspolizei Graubünden bestätigte den Vorfall und die Nationalität der Männer, wie Polizeisprecher Thomas Hobi der Nachrichtenagentur SDA sagte. Aus Datenschutzgründen könne die Polizei aber nichts über die Identität der beiden sagen.

Die italienischen Staatsbürger haben laut Hobi versucht, durch den offiziellen Eingang ins abgesperrte Tagungshotel "Suvretta House" zu gelangen. Sie kamen aber an der privaten Sicherheitsfirma Securitas nicht vorbei, welche die Zugangskontrollen durchführt.

Die Securitas zog daraufhin die Kantonspolizei bei, die auf dem Polizeiposten St. Moritz die Personalien der Männer überprüfte und ihnen daraufhin weiteren Zutritt ins "Suvretta House" untersagte.

Laut der Nachrichtenagentur ANSA sollen die Sicherheitsleute des "Suvretta House" Borghezio so hart angefasst haben, dass seine Nase blutete. Er werde eine Strafanzeige einreichen, wird Borghezio zitiert.

Die Kantonspolizei äusserte sich nicht zu den Anschuldigungen an die Adresse der Securitas. "Wir kommentieren die Arbeit privater Sicherheitsdienste nie", sagte Polizeisprecher Hobi. Von der Securitas war am späten Donnerstagabend niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Weiträumige Absperrung wegen Explosionsverdacht

In einen weiteren Zwischenfall waren am Donnerstagnachmittag zwei Waadtländer verwickelt, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte. Bei einer Routinekontrolle in der Nähe des Tagungshotels entdeckten Polizisten "mehrere verdächtige Gegenstände" im Auto des 36-Jährigen und des 58-Jährigen.

Aus taktischen Gründen will die Polizei keine näheren Angaben zu den Gegenständen machen, wie Hobi erklärte. Unter anderem bestand Verdacht auf explosive Stoffe. Das Gebiet um das Fahrzeug wurde daraufhin weiträumig abgesperrt.

Eine Untersuchung des Forensischen Dienstes der Kantons- und Stadtpolizei Zürich beurteilte die Gegenstände aber als harmlos. Die beiden Männer werden verzeigt.

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