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Patientensicherheit Schweiz will mit systematischen Checks Patientinnen und Patienten vor Fehlern bei der Medikation schützen. (Themenbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Wegen Problemen und Fehlern mit Medikamenten sind in der Schweiz jedes Jahr 20'000 Spitalaufenthalte nötig, wie Patientensicherheit Schweiz schreibt. Die Organisation hat eine Charta lanciert, die dazu beitragen soll, solche Fehler zu vermeiden.

Zu Medikationsfehlern könne es namentlich bei Übergängen kommen, also wenn Patienten ins Spital eintreten, das Spital verlassen, in ein Pflegeheim wechseln oder vom Hausarzt an einen Spezialisten übergeben werden, schrieb Patientensicherheit Schweiz am Dienstag. Besonders heikel seien Spitalein- und -austritte.

Würden bei diesen Übergängen Checks durchgeführt, reduziere dies Fehler bei der Verordnung, Dosierung, Verabreichung und der Einnahme von Arzneimitteln, so die Mitteilung. Mit den Checks erfassen und dokumentieren Ärzte, Pflegepersonal und Pharmazeuten systematisch, welche Medikamente ihre Patienten einnehmen.

Fehler reduzieren

Verlassen die Patienten das Spital, werden sie selber, ihre Angehörigen, Hausärzte und gegebenenfalls das Heim oder die Reha-Klinik über die Medikation informiert. "Diese Checks reduzieren Fehler und machen die Medikation im Spital sicherer", liess sich Patientenschutz-Präsident Dieter Conen zitieren.

Funktionieren könnten Checks nur, wenn Spitäler und Kliniken sie unterstützen und über das nötige Personal verfügten. Auch brauche es "moderne Ansätze", so Patientensicherheit Schweiz. Die Organisation meint den Einbezug von Patienten und Angehörigen, IT-Strukturen wie das elektronische Patientendossier und Interprofessionalität.

Mit einer am Dienstag lancierten Charta will Patientensicherheit Schweiz dem systematischen Medikationsabgleich im Spital zum Durchbruch verhelfen. Über 30 Organisationen und Fachleute haben sie bisher unterzeichnet.

Vermeidbares Leiden

Unter ihnen sind die Krankenkassen-Verbände santésuisse und curafutura, mehrere Ärztegesellschaften und Organisationen von Pflegenden, die Vereinigung der Spitaldirektorinnen und -direktoren, die Spitex Schweiz, der Heimverband Curaviva und das Bundesamt für Gesundheit (BAG).

In von Patientensicherheit Schweiz zitierten Befragungen gibt jede zweite Person in der Schweiz an, mindestens einmal in der Woche ein Medikament einzunehmen. Jede vierte über 65-jährige Person nimmt fünf oder mehr Medikamente pro Tag ein.

Jeder zehnte Patient erleidet nach Angaben von Patientensicherheit Schweiz wegen Medikationsfehlern im Spital ein unerwünschtes Ereignis. Die Folgen seien vermeidbares Leiden und unnötige Kosten.

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SDA-ATS