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Peter Sagan gewinnt in La Roche-sur-Yon in Westfrankreich die 2. Etappe der 105. Tour de France. Der Weltmeister aus der Slowakei löst damit Fernando Gaviria als Leader ab.

Sagan setzte sich nach 182,5 vorwiegend flachen Kilometern im Sprint hauchdünn vor dem Italiener Sonny Colbrelli und dem Franzosen Arnaud Démare durch. Für den 28-Jährigen vom deutschen Team Bora-Hansgrohe ist es der neunte Etappensieg im Rahmen der Frankreich-Rundfahrt.

Wegen der zehn Sekunden Bonifikation löste Sagan im Gesamtklassement Fernando Gaviria an der Spitze ab. Der Kolumbianer, am Vortag Sprintsieger der Startetappe, konnte nach einem Sturz im Feld rund 2 km vor dem Ziel nicht mehr um den Tagessieg mitsprinten. Er liegt in der Gesamtwertung nun sechs Sekunden hinter Sagan.

Zum Sprint in La Roche-sur-Yon kam es, nachdem das Feld den Franzosen Sylvain Chavanel nach einer fast 140 km langen Soloflucht eingeholt hatte. Der 39-Jährige vom französischen Wildcard-Team Direct Energie nahm am Samstag bereits seine 18. Frankreich-Rundfahrt in Angriff und ist damit alleiniger Rekordhalter. Zuerst in einer dreiköpfigen Ausreissergruppe und später als Einzelkämpfer im starken Gegenwind hatte er in seiner 350. Tour-Etappe auf seinen vierten Tagessieg gehofft. 13 km vor dem Ziel musste er sich aber einholen lassen und mit der Auszeichnung zum kämpferischsten Fahrer des Tages trösten.

Kollektiver Kampf gegen die Uhr

Nachdem in den ersten beiden Tagen der 105. Tour de France die Sprinter besonders im Fokus standen, wartet mit der 3. Etappe am Montag die erste grosse Prüfung auf die Anwärter auf den Gesamtsieg. Beim 35,5 km langen Mannschaftszeitfahren rund um Cholet können die Klassementsfahrer mit Hilfe ihrer Teamkollegen wertvolle Sekunden auf die Konkurrenz gewinnen - oder auch verlieren.

Gute Chancen auf den Tagessieg im kollektiven Kampf gegen die Uhr dürfen sich neben Froome mit seinem britischen Team Sky, auch Tom Dumoulin mit Sunweb oder Richie Porte mit BMC machen. Besonders für Froome und Porte gilt es nach ihren Stürzen in der Startetappe Zeit aufzuholen, während Zeitfahr-Weltmeister Dumoulin auf dem technisch anspruchsvollen Parcours die Chance winkt, seinen Vorsprung auf Froome und Co. auszubauen.

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SDA-ATS