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Der Tabakkonzern Philip Morris plant eine Restrukturierung in der Schweiz. Bis zu 170 Stellen in der Westschweiz dürften davon betroffen sein, teilte der US-Konzern am Montag mit. Ungefähr 140 Stellen könnten in Lausanne und 30 in Neuenburg gestrichen werden.

Ein Teil der Stellen wird in andere Länder verlagert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Philip Morris beschäftigt in der Schweiz fast 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon sind rund 1950 in den globalen und regionalen Funktionen tätig, die Gegenstand der Restrukturierung sind.

Hilfe bei Stellensuche zugesichert

Am Montag wurde eine Mitarbeiterkonsultation über die Restrukturierung eingeleitet. Nach dem Abschluss der Konsultation werde Philip Morris die Mitarbeiter und die kantonalen Behörden benachrichtigen, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Die Situation sei für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eventuell ihre Stelle verlieren schwierig, räumt das Unternehmen ein. Sie würden aber bestmöglich unterstützt, sowohl finanziell als auch durch Beratung bei der Stellensuche.

Philip Morris habe seit 2008 in der Schweiz über 400 Stellen geschaffen und 700 Millionen Franken investiert. Die Firma werde ihre Geschichte hierzulande fortsetzen.

Mehrere Standorte des Tabakkonzerns in der Schweiz sind von den Massnahmen nicht betroffen. Darunter fallen die Marketing- und Vertriebsgesellschaft sowie das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Neuenburg.

Bereits 2011 hatte Philip Morris in Neuenburg an die 120 Arbeitsplätze abgebaut, im gleichen Jahr jedoch durch die Konzentration der europäischen Forschungstätigkeit auf diesen Standort wieder 90 neue Stellen angekündigt.

Zum Tabakmulti Philip Morris gehören nach eigenen Angaben sieben der 15 verkaufsstärksten Zigarettenmarken, darunter Marlboro, die weltweit führende. Die Zigaretten werden in 180 Ländern verkauft.

Der Marktanteil von Philip Morris lag 2012 weltweit bei geschätzten 16,3 Prozent, wobei die USA nicht eingerechnet sind. Ohne China und die USA kommt das Unternehmen auf einen Marktanteil von 28,8 Prozent.

Höhere Tabaksteuern schmälern Umsatz

Den Zigarettenherstellern machen die in vielen Ländern gestiegenen Tabaksteuern zu schaffen, welche die Rauchlust dämpfen. Im zweiten Quartal 2013 belasteten rückläufige Verkaufszahlen Philip Morris. Der Gewinn schrumpfte um 8 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar. Damit fiel der Rückgang noch stärker aus als im Vorquartal.

Philip Morris war 2008 aus dem US-Konzern Altria herausgelöst worden, zu dem nach wie vor das Tabakgeschäft in den USA gehört. Das Unternehmen soll sich unabhängig von Raucherklagen in den USA entwickeln können. Philip Morris Internationale umfasst die ausländischen Aktivitäten, hat den Sitz aber in New York.

In der Schweiz raucht rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung. Allerdings hat ihre Zahl in den letzten zehn Jahren abgenommen. 2001 griffen noch 33 Prozent der 14- bis 65-jährigen zum Glimmstängel oder etwas ähnlichem.

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SDA-ATS