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Der Flugzeug-Deal mit Saudi-Arabien ist perfekt. Das Stanser Flugzeugwerk Pilatus hat am Freitag den Vertrag mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems über die Lieferung von 55 Trainingsflugzeugen des Typ PC-21 unterzeichnet. Diese sind für die saudische Luftwaffe bestimmt.

Die Flugzeuge sind Teil eines Pakets, in dessen Rahmen BAE Systems der Royal Saudi Air Force ausserdem 22 Trainingsflugzeuge des Typs Hawk, Simulatoren und Ausrüstung liefert. BAE hatte den Deal schon vor zwei Tagen bekannt gegeben und als Vertragssumme 1,6 Milliarden Pfund (2,4 Milliarden Franken) genannt.

Wie viel davon für Pilatus abfällt, konnte Pilatus-Chef Oscar Schwenk am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda nicht sagen. Im Vertrag mit BAE Systems wurde Stillschweigen vereinbart.

Es handle sich aber bei weitem um die grösste Bestellung in der Geschichte von Pilatus, sagte Schwenk. Das nächste grosse Geschäft hatte Pilatus erst am Vortag ans Trockene gebracht: Die indische Luftwaffe bestellte für über 500 Millionen Franken 75 Trainingsflugzeuge des Typs PC-7 Mk II.

"Totaler Durchbruch"

Für Pilatus ist die Bestellung aus Saudi-Arabien nicht nur ein finanzieller Erfolg, der die Produktion am Standort Stans für lange Zeit sichern dürfte. Es handelt sich in den Worten von Schwenk auch um den "totalen Durchbruch" für den PC-21.

Bisher haben sich die Schweizer Luftwaffe, Singapur, die Vereinigten Arabischen Emirate und nun Saudi-Arabien für die neuste Entwicklung der Stanser Flugzeugbauer entschieden. Das einmotorige Turboprop-Flugzeug ist so ausgelegt, dass Piloten in der Ausbildung direkt auf den Kampfjet umsteigen können.

Bisher war nach dem Training mit Propeller-Maschinen noch eine Zwischenstufe auf dem Jet-Trainer notwendig gewesen. Zuerst habe man Pilatus für dieses Konzept belächelt, sagte Schwenk. "Jetzt merken langsam alle, dass das geht." Die Schweizer Luftwaffe etwa hat inzwischen alle ihre BAE Hawk Jet-Trainer durch PC-21 ersetzt.

Bewilligung erteilt

Auch über die Exportbewilligung nach Saudi-Arabien braucht sich Pilatus-Chef Schwenk keine Sorgen zu machen. Der Bundesrat hat zwar die Ausfuhr von Kriegsmaterial in das Land vorerst gestoppt. Als solches gilt das Trainingsflugzeug von Pilatus aber nicht. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat die erforderliche Ausfuhrbewilligung bereits erteilt.

SDA-ATS