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Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) sitzen beim Mittagessen, im Transitzentrum für Asylsuchende in Davos - ein Pilotprojekt soll ihnen angepasste Tagesstrukturen bieten. (Archivbild).

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

(sda-ats)

Der Bund will sicherstellen, dass unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) in der Schweiz altersgerecht untergebracht und betreut werden. Dazu hat er ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Es startet im Sommer an drei Standorten.

"Das Pilotprojekt wird am 11. Juli 2017 gestartet und wird nach einem Jahr einer Evaluation unterzogen", sagte Lukas Rieder, Sprecher des Staatssekretariats für Migration (SEM), gegenüber der SRF-Sendung "HeuteMorgen" vom Mittwoch. Die drei ausgewählten Standorte seien Basel, Losone TI und der Testbetrieb in der Stadt Zürich.

Der Bundesrat hatte bereits im Februar in einer Antwort auf einen Vorstoss der Zürcher SP-Nationalrätin Mattea Meyer über die Pläne informiert. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen sich Sozialpädagogen um die UMA kümmern und ihnen eine dem Alter angepasste Tagesstruktur bieten.

Vorgesehen ist weiter, dass die UMA konsequent getrennt von den erwachsenen Asylsuchenden untergebracht werden. Nach Möglichkeit sollen ihnen auch Wohngruppenstrukturen angeboten werden. Mit dem Pilotprojekt will der Bund die Standards testen, evaluieren und gegebenenfalls anpassen.

SDA-ATS

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