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Planung von Hardturmstadion soll nun doch weitergehen

In der Budgetdebatte Nein, im Nachhinein wieder rein: Das Zürcher Stadtparlament hat am Mittwochabend einen Planungskredit für das Hardturmstadion mit 66 zu 55 Stimmen als Budgetnachtrag bewilligt.

Insgesamt hiess der Gemeinderat einstimmig 10,7 Millionen Franken für Planung und Projektierung des Hardturmstadions gut. Umstritten war die erste Tranche von 935'000 Franken, die nun als Nachtrag ins Budget des laufenden Jahres eingestellt wurde.

Der Stadtrat hatte den Planungskredit aus dem Budget 2011 gekippt, nachdem die rechts-bürgerliche Ratsseite im Dezember das Budget zurückgewiesen hatte mit der Anweisung, das 220-Millionen-Franken-Defizit wegzukürzen. In der Budgetdebatte von Mitte März lehnte die Sparallianz aus SVP, FDP, GLP, CVP und EVP den links-grünen Antrag ab, den Betrag doch wieder einzustellen.

Anders nun am Mittwoch: Ausser SP, AL und Grünen stimmte auch die CVP dem Budgetnachtrag zu. Damit ist die Mitte-rechts-Sparallianz aus der Budgetdebatte aufgebrochen. Ihr damaliges Nein begründete ein CVP-Sprecher damit, man wolle verhindern, dass das Budget insgesamt abgelehnt werde.

Die jetzige Kehrtwende mache Sinn: Es gehe nicht an, noch mehr Zeit für die Stadionplanung zu vertrödeln. Die Bevölkerung wolle dieses Fussballstadion endlich, eine von 34'000 Personen unterschriebene Petition zeige dies deutlich.

Der Gesamtbetrag von 10,7 Millionen Franken wird auf das Stadion und die daneben vorgesehene Wohnsiedlung aufgeteilt: 7,5 Millionen für das Stadion, 3,2 Millionen für die Wohnüberbauung. Die Mittel werden für je getrennte Wettbewerbsverfahren sowie Planung und Projektierung verwendet.

Jahrelanges Gezerre

Die Geschichte des künftigen Hardturmstadions zieht sich nun schon über 13 Jahre hin. Bereits Anfang 1998 war der Bau eines neuen Stadions beschlossen worden. Die Stadt Zürich und die Credit Suisse als gemeinsame Trägerinnen beabsichtigten, ein Stadion mit zusätzlicher Mantelnutzung zu bauen.

Die Stimmberechtigten hiessen im September 2003 dafür fast 50 Millionen Franken und einen privaten Gestaltungsplan mit Umweltverträglichkeitsprüfung gut. Rekurse verzögerten aber die Realisierung jahrelang.

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